In Hernals ist es gerade ein bisschen turbulent. Am Schottenhof und beim Restaurant „Chalet Moeller“ wird fleißig gebuddelt, und das hat einen ganz besonderen Grund. Hier werden nicht einfach nur irgendwelche Bauarbeiten durchgeführt, sondern es geht um den Schutz unserer kleinen, hüpfenden Freunde – die Amphibien. Der Verein gegen Tierfabriken hat in einer Rettungsaktion insgesamt 225 Erdkröten, 119 Frösche, 6 Molche und 33 Feuersalamander gerettet. Alle diese Arten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten in Wien und benötigen dringend unseren Schutz. Ein echtes Herzensprojekt!

Für die stolze Summe von 800.000 Euro wird ein neues Tunnel-Leitsystem errichtet – und das ist kein Pappenstiel. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und sollen bis Ende August abgeschlossen sein. In der ersten Phase wird auf 250 Metern eine Kombination aus Amphibien-Leiteinrichtungen aus Stahl und Holz sowie drei Tunnel errichtet. Für diesen ersten Abschnitt teilen sich die Bezirke 14 und 17 die Kosten von 75.000 Euro. Aber das ist erst der Anfang, denn im zweiten Abschnitt, der zwischen dem Hanslteich und der Neuwaldegger Straße geplant ist, wird es noch größer: 1.344 Meter Leiteinrichtungen und fünf Tunnel sollen hier entstehen, für die stolze 725.000 Euro investiert werden.

Die Wichtigkeit der Amphibienschutzanlagen

Warum das Ganze? Nun, Straßenbaumaßnahmen können die Lebensräume und Wanderwege unserer Amphibien ganz schön durcheinanderbringen. Das Bundesfernstraßengesetz verpflichtet die Baulastträger dazu, solche Eingriffe zu kompensieren. Das bedeutet, dass die Straßenbauer nicht nur für die Verkehrssicherheit, sondern auch für den Umweltschutz verantwortlich sind. Und genau hier kommen die Amphibienschutzanlagen ins Spiel. Die Sicherheit von Mensch und Tier wird durch Tunnel und Leitzäune maßgeblich verbessert – ein Konzept, das sich bewährt hat!

Ehrlich gesagt, die Natur findet ihren Weg, aber manchmal brauchen wir einen kleinen Schubs in die richtige Richtung. Amphibien nutzen solche Leiteinrichtungen, wenn sie in die richtige Richtung führen. Die Abstände zwischen den Tunneln sollten idealerweise zwischen 30 und 50 Metern liegen. Und ja, das klingt ganz schön technisch, aber das Ziel ist klar: die Tiere sollen sicher an ihr Wanderziel gelangen, und dafür muss die Umgebung der Schutzanlage naturnah gestaltet sein.

Kritik und Fördermittel

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Die FPÖ hat bereits Bedenken geäußert, vor allem wegen der hohen Kosten. Ulrike Nittmann macht sich Sorgen um die Nachhaltigkeit und die Lebensqualität in der Umgebung. Verständlich, denn 800.000 Euro sind kein Peanuts! Doch die Finanzierung kommt nicht allein aus den Kassen des Bezirks Hernals. Fördermittel der AMA (Agrarmarkt Austria) unterstützen das Projekt. Das Budget sieht 600.000 Euro für dieses Jahr vor, die restlichen 200.000 Euro werden erst 2027 fällig.

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Insgesamt ist der Aufbau dieser Schutzanlagen ein Schritt in die richtige Richtung, um die Konflikte zwischen Straßenverkehr und wandernden Amphibien zu entschärfen. Es ist eine Verantwortung, die wir als Gesellschaft übernehmen müssen. Denn ohne menschliche Hilfe können die kleinen Tierchen an vielbefahrenen Straßen schnell in Vergessenheit geraten – und das wäre echt schade, oder? Hier in Hernals wird auf jeden Fall ein Zeichen gesetzt, und das ist doch eine echte Sache zum Feiern!

Die Bauarbeiten sind im Gange, und die Hoffnung ist groß, dass bald schon die ersten fröhlichen Amphibien durch ihre neuen Tunnel hüpfen. Wenn alles gut läuft, könnte das ein Vorbild für andere Stadtteile werden. Am Ende profitieren nicht nur die Kröten und Frösche, sondern auch wir Menschen – denn eine intakte Natur ist für uns alle wichtig!