Heute ist der 5.06.2026, und die Situation am Leopoldauer Platz hat sich nicht wirklich verbessert. Eigentlich könnte man diesen Platz als kleines Paradies am Stadtrand beschreiben, doch Anwohner sind alles andere als glücklich. Die Wildtiersituation im Karl-Seidl-Park sorgt für reichlich Unmut. Ein Problem, das sich wie ein Schatten über die idyllische Kulisse legt: Tauben und Ratten plagen die Nachbarschaft.
Die Ursache? Eine tierliebe Person, die offenbar täglich große Mengen Vogelfutter – manchmal bis zu dutzenden Kilogramm – ausbringt. Man kann sich vorstellen, dass das nicht nur die Tauben anzieht. Das Futter, geliefert per Lkw, wird auch von Ratten dankbar angenommen. Die Berichte über ungeeignete Futterreste, wie Speck und Hundefutter, sind nicht nur skurril, sondern haben dramatische Folgen. Überall verschmutzen die großen Taubenschwärme Dächer, Autos und öffentliche Flächen.
Bezirksvorsteher Papai packt an
Georg Papai, der Bezirksvorsteher der SPÖ, hat die Lage selbst unter die Lupe genommen. Er sprach mit Betroffenen und hörte sich ihre Klagen an. Die Anwohner sorgen sich nicht nur um die Hygiene, sondern auch um ihre Gesundheit. Da sind Rattennester in den Grünflächen keine beruhigende Vorstellung. Außerdem hat Papai festgestellt, dass die bisherigen Maßnahmen, wie das Aufstellen von Rattenboxen, nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben – ein bisschen wie ein Pflaster auf einer Wunde, die nicht heilt.
Nun plant die Bezirksvorstehung einen sogenannten „Tauben- und Rattengipfel“. Ziel ist es, alle verantwortlichen Stellen der Stadt Wien zusammenzubringen, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Papai fordert ein generelles Fütterungsverbot für Tauben und Ratten im Ortskern. Denn, ganz ehrlich, wer möchte schon, dass sein Auto unter einem Taubenkot-Verdickungsprogramm leidet? Wenn die Anwohner schon nicht mit den gefiederten Plagegeistern klarkommen, warum sollte man den Ratten das Futter auf dem Silbertablett servieren?
Ein Aufruf zur Vernunft
Die Stimmung im Viertel ist angespannt. Man spürt förmlich, wie die Frustration in der Luft liegt. Die Bewohner des Leopoldauer Platzes wünschen sich eine Lösung, die der Wildtiersituation endlich Einhalt gebietet. Es ist an der Zeit, dass die Stadt Wien den Anwohnern Gehör schenkt. Die Sorgen um Hygiene und Gesundheit sind berechtigt, und man könnte fast sagen, dass der Platz mehr als nur ein kleines Paradies verdient hat – er sollte ein Ort der Ruhe und des Wohlbefindens sein.
