Die Sonne brennt unerbittlich auf die Dächer Wiens, und am Freitag erwarten wir mit 35 Grad den heißesten Tag des Jahres. Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich, dass diese Hitze nicht einfach ein Sommerlaune ist. Laut einer Studie des Momentum Instituts hat sich die Zahl der Hitzetage in der Hauptstadt seit den 1950er-Jahren mehr als verfünffacht! Von durchschnittlich sechs Hitzetagen pro Jahr in den späten 50ern sind wir nun bei rund 30 angekommen – und das aktuelle Jahrzehnt hat sogar die Prognose von 37 Hitzetagen in der Inneren Stadt für 2025 aufgestellt.

Der Klimawandel macht auch vor Wien nicht halt. Während Österreich sich schneller erwärmt als der europäische und globale Durchschnitt, sind die Juli-Temperaturen seit 1850 um fast drei Grad gestiegen. Besonders das Burgenland hat mit einem Anstieg von 3,2 Grad zu kämpfen, gefolgt von Wien mit 3,1 Grad. Diese Entwicklung betrifft alle Regionen des Landes – die Hitze ist überall spürbar. Aber nicht nur das Wetter ist betroffen. Zwischen 1991 und 2020 starben jährlich im Schnitt 636 Menschen an hitzebedingten Folgen. Und bei einer globalen Erwärmung von vier Grad könnten es über 3.400 Todesfälle jährlich werden. Das ist alarmierend!

Die Gefahren der Hitze für die Gesundheit

Besonders gefährdet sind die älteren Menschen, Kinder und jene mit Vorerkrankungen, die bei dieser Hitze besonders leiden. Hitze kann bestehende Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme oder Atemwegserkrankungen verschärfen und bei einigen Medikamenten unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen. In Deutschland rechnet man mit einer Zunahme extremer Hitze, was auch hierzulande nicht ignoriert werden kann. Ein effektiver Hitzeschutz ist daher unerlässlich, um den gesundheitlichen Herausforderungen zu begegnen.

Hitzeaktionspläne (HAPs) werden international als ein wirksames Instrument empfohlen, um präventiven Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung zu gewährleisten. Diese Pläne sollten zentral koordiniert und intersektoral umgesetzt werden. Zu den relevanten Komponenten gehört die frühzeitige Erkennung bevorstehender Hitzeperioden, was durch das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erreicht werden kann.

Was jetzt zu tun ist

Das Momentum Institut empfiehlt dringend Maßnahmen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Dazu gehören unter anderem die Einführung eines Klimaschutzgesetzes, eine Bodenschutzstrategie mit Versiegelungs-Obergrenze und die Streichung klimaschädlicher Subventionen. Es wird höchste Zeit, dass wir handeln, um das Wohlbefinden der Menschen in Wien und ganz Österreich zu schützen. Denn Hitze ist nicht nur ein Wetterphänomen, sondern eine ernsthafte Bedrohung für unsere Gesundheit und unser Leben.

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Also, wenn ihr am Freitag die Hitze spürt, denkt daran: Es ist nicht nur ein Tag am Strand – es ist eine Erinnerung daran, dass wir dringend etwas unternehmen müssen. Die Zeit des Zögerns ist vorbei. Lasst uns gemeinsam für eine kühlere, gesunde Zukunft kämpfen!