Ein ganz normaler Tag in Favoriten? Nicht ganz. Die Wiener Feuerwehr und die Gruppe Sofortmaßnahmen hatten heute alle Hände voll zu tun, als sie zu einem Gebäude gerufen wurden, aus dem die Fassadenteile auf ein geparktes Auto stürzten. Die Zeugen, die das Ganze beobachteten, alarmierten sofort die Einsatzkräfte. Und was sie vorfanden, war alles andere als einladend. Im Innenhof türmte sich Sperrmüll und Bauschutt bis zu vier Meter hoch – ein wahres Chaos!

Die Fluchtwege waren alles andere als sicher. Türstöcke und Baumaterialien versperrten den Weg nach draußen, und im ersten Stock fehlten große Teile des Fußbodens. Man könnte sagen, es war eine akute Absturzgefahr in der Luft – nicht gerade das, was man von einem Hotel im Dachgeschoss erwarten würde. Das Gebäude wurde umgehend behördlich geschlossen, bis sämtliche Sicherheitsmängel behoben sind. Und das ist noch nicht alles: Die Wiener Netze stellten die Stromversorgung ab, da der Betreiber keinen gültigen Stromvertrag vorweisen konnte.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Kontrolle fand aufgrund einer Meldung über die herabfallenden Fassadenteile statt, und die Beteiligten konnten kaum glauben, was sie sahen. Die Gruppe Sofortmaßnahmen, das Bezirksamt, die Feuerwehr und andere zuständige Dienststellen der Stadt arbeiteten Hand in Hand. Walter Hillerer, der Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, betonte die Notwendigkeit weiterer Kontrollen, vielleicht um ein weiteres Mal zu verhindern, dass sich so etwas wiederholt.

Doch die Geschichte hört hier nicht auf. Bei einer weiteren Kontrolle in der Wiener City wurden in einem Handygeschäft 407 illegale E-Zigaretten sichergestellt. Das Zollamt Österreich wurde hinzugezogen, und es folgte eine Anzeige nach dem Finanzstrafgesetz. Offenbar gibt es nicht nur im Bauwesen, sondern auch im Handel einen Bedarf an mehr Aufmerksamkeit und Kontrollen.

Brandschutz und Bauvorschriften

Die Vorfälle werfen ein Licht auf die Notwendigkeit strengerer Sicherheitsvorschriften und die Einhaltung von Bauvorschriften. Die Wiener Baupolizei hat klare Richtlinien, die für Bauprojekte gelten. Diese Vorschriften unterscheiden sich je nach Art und Umfang des Projekts. Besonders wichtig sind die brandschutztechnischen Anforderungen, die seit dem 1. Januar 2013 gelten. Hierbei müssen auch ältere Richtlinien beachtet werden, je nachdem, wann ein Projekt eingereicht wurde.

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Solche Vorfälle sind nicht nur ein Weckruf für die Verantwortlichen, sondern auch für die Öffentlichkeit, die oft ahnungslos an solchen Gebäuden vorbeigeht. Die Sicherheitsstandards in der Stadt müssen ständig überwacht und aktualisiert werden, um die Sicherheit aller Wienerinnen und Wiener zu gewährleisten. Wer weiß, vielleicht gibt es bald mehr solcher Kontrollen, die nicht nur für Sauberkeit, sondern auch für Sicherheit sorgen.