Heute ist der 25.04.2026 und in Wien, genauer gesagt in Favoriten, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der 70. Eurovision Song Contest (ESC) steht vor der Tür und findet vom 12. bis 16. Mai 2026 in der beeindruckenden Wiener Stadthalle statt. Unter dem Motto „United By Music“ vereinen sich 35 Nationen, was die kleinste Teilnehmerzahl seit 2004 darstellt. Allerdings bleibt der Wettbewerb nicht ohne Kontroversen: Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island haben aufgrund der Teilnahme Israels ihre Teilnahme zurückgezogen.

Die Moderation des ESC übernehmen Victoria Swarowski und Michael Ostrowski, während Emily Busvine die Künstler im Greenroom, der im charmanten Stil eines Wiener Kaffeehauses gestaltet ist, empfangen wird. Der Wettlauf um den Sieg beginnt mit dem ersten Halbfinale am 12. Mai, wo unter anderem Bulgarien, Moldau und Rumänien ihr Bestes geben werden. Zehn Nationen aus jedem Halbfinale qualifizieren sich für das große Finale am 16. Mai, das mit 25 statt 26 Ländern ausgetragen wird – eine Premiere seit 2012.

Favoriten und Beiträge

Die Favoritenliste wird angeführt von Finnland, vertreten durch das Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen mit ihrem Titel „Liekinheitin“, das eine Siegchance von 31 % hat. Auf den weiteren Plätzen folgen Frankreich und Dänemark. Österreich hingegen hat mit „Tanzschein“ von Cosmo derzeit einen schwierigen Stand und belegt in den Fan-Foren das Ende der Tabelle. Auch die deutsche Vertreterin, Sarah Engels, steht mit ihrem Song „Fire“ auf Platz 22, mit einer Siegchance von unter 1 %.

Die Live-Übertragung der Shows wird um 21 Uhr auf Das Erste, ONE, ORF und SRF ausgestrahlt. Neben den Hauptshows gibt es auch Evening Previews für die Jurybewertung sowie Afternoon Previews für Familien, die zusätzlich für Stimmung sorgen sollen. Die Stylisten von Moroccanoil kümmern sich um die Frisuren im Backstage-Bereich und tragen damit zur glamourösen Atmosphäre des Wettbewerbs bei.

Hintergrund und politische Kontroversen

Die Teilnahme Israels am ESC 2026 ist nicht ohne Diskussionen vonstatten gegangen. Vor dem Wettbewerb 2025 gab es bereits heftige Debatten über diese Teilnahme, die durch den anhaltenden Konflikt zwischen Israel und Gaza seit 2023 angeheizt wurden. Am 29. Juni 2025 gab die israelische Rundfunkanstalt Kan bekannt, dass Israel am Wettbewerb teilnehmen möchte, doch Forderungen, Israel auszuschließen, wurden laut. Mehrere Rundfunkanstalten kündigten daraufhin an, nicht an dem Wettbewerb teilzunehmen, sollte Israel vertreten sein.

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Schlussendlich wurde Israels Teilnahme am 4. Dezember 2025 offiziell bekanntgegeben, was dazu führte, dass mehrere Länder wie Irland, die Niederlande, Slowenien und Spanien ihre Teilnahme zurückzogen. In Belgien gab es ebenfalls Diskussionen um einen Boykott, wobei der flämische Sender VRT zwar kritisierte, aber dennoch regulär ausstrahlen wollte. Diese politischen Spannungen werfen einen Schatten auf das musikalische Event, das doch eigentlich im Zeichen der Einheit stehen sollte.

Die Vorfreude auf den ESC 2026 ist trotz der Kontroversen groß. Fans, Künstler und Moderatoren bereiten sich auf ein einzigartiges Event vor, das die Kraft der Musik in den Vordergrund stellt und Menschen über Grenzen hinweg verbinden möchte. So bleibt nur zu hoffen, dass die Musik die Oberhand behält und die Zuschauer mitreißt.