Kurpark Oberlaa: Vom Mülldeponie-Dornröschenschlaf zum grünen Paradies
Der Kurpark Oberlaa – ein Ort, der einst von Mülldeponien und Ziegelteichen geprägt war, hat sich in ein wahres grünes Juwel verwandelt. Heute, am 11. Juli 2026, ist dieser Park nicht nur ein beliebter Rückzugsort für die Menschen in Favoriten, sondern auch ein Zeugnis für die kreative Umgestaltung von verwildertem Land. Die Wandlung begann mit der zweiten Wiener Internationalen Gartenschau (WIG) im Jahr 1974, die an Ort und Stelle stattfand, und die auf den Erfahrungen der ersten Gartenschau im Donaupark von 1964 basierte.
Die Eröffnungsrede hielt der damalige Nationalratspräsident Anton Benya von der SPÖ, und damit wurde der Grundstein für das gelegt, was sich als größte Gartenschau der Welt herausstellen sollte. Auf einer Fläche von einer Million Quadratmetern wurden sagenhafte 10 Millionen Sommerblumen, 120.000 Rosen und unzählige Bäume gepflanzt. Man kann sich die Farbenpracht und die Düfte nur vorstellen – ein wahres Fest für die Sinne!
Ein grünes Meisterwerk
Der Südhang des Laaer Bergs war der perfekte Standort für dieses Projekt. Hier, wo einst Lehm abgebaut wurde, entstand ein Kurpark, der das 1969 eröffnete Thermalbad ergänzen sollte. Der Bereich, der zuvor als „kranke Landschaft“ bekannt war, wurde durch die kreative Planung des Architekten Erich Hanke zu einem Ort der Erholung und Schönheit umgestaltet. Das Motto „Blumen für Wien – Blumen für die Menschen“ hat sich bis heute in die Herzen der Besucher eingegraben.
Von 1968 bis 1974 wurde am Garten gearbeitet, und die Gartenschau zog unglaubliche 2,6 Millionen Besucher an. Was für eine Menschenmenge! Um diesen Ansturm bewältigen zu können, wurde eine Straßenbahnlinie verlängert und eine neue Buslinie eingeführt. Parkplätze wurden geschaffen – alles, um den Ansturm der Blumenliebhaber und Erholungssuchenden zu bewältigen.
Ein Ort für alle
Der Kurpark Oberlaa ist nicht nur ein schöner Anblick, sondern hat sich auch zu einem wichtigen Teil des Alltagslebens für die Menschen in Oberlaa, Favoriten und ganz Wien entwickelt. Hier kann man spazieren gehen, die Natur genießen oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Die Themengärten, künstlichen Bauten und Hügel, viele davon noch bis heute erhalten, laden zum Verweilen ein.
Das Kurzentrum Oberlaa ist ein weiterer Anziehungspunkt, der die Geschichte des Parks ergänzt. Es ist ein Ort, an dem Gesundheit und Wohlbefinden im Mittelpunkt stehen. Die Verbindung von Natur und Gesundheit – das ist ein Konzept, das hier in Oberlaa gelebt wird und das auch heute noch viele Wiener begeistert.
Ein Besuch im Kurpark ist also mehr als nur ein Ausflug ins Grüne. Es ist eine Reise durch die Geschichte, eine Ode an die Natur und ein Platz für die Gemeinschaft. Wenn man durch die bunten Beete schlendert, kann man fast die Freude der Menschen spüren, die hierher kommen, um sich zu entspannen und das Leben zu genießen. Es ist ein Ort, der mit jedem Schritt ein Stück Geschichte erzählt und gleichzeitig ein lebendiger Teil der Gegenwart ist.
