Neues Wohnen in Wien: Spatenstich für 28. Gemeindebau in der Donaustadt
Am Freitag war es endlich so weit: Der Spatenstich für den 28. Gemeindebau NEU in der Melangasse 1A, Donaustadt, wurde vollzogen. Ein freudiger Moment für alle Beteiligten und ein wichtiger Schritt in Richtung leistbares Wohnen in Wien. Der erste Bauabschnitt umfasst 114 Gemeindewohnungen, und das langfristige Ziel ist es, rund 320 solcher Wohnungen in der Nähe des Josef-Bohmann-Hofs zu schaffen. Die Fertigstellung der ersten Etappe ist für Herbst 2029 geplant – also noch ein bisschen Geduld haben, bevor die neuen Nachbarn einziehen können!
Die geplante Wohnhausanlage wird eine Vielzahl an Wohnungen bieten – von Einzimmer- bis hin zu Vierzimmerwohnungen, alle mit privaten Freiflächen und zweiseitiger Ausrichtung. Und das Beste daran? Es wird auch begrünte Innenhöfe, sogenannte „Green Pockets“, geben. Diese sollen nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch als Treffpunkte für die Bewohner dienen. Außerdem sind Gemeinschaftsräume, ein Geschäftslokal im Erdgeschoss und großzügige Fahrradabstellräume Teil des Angebots. So wird der neue Gemeindebau zum lebendigen Herzen des Viertels.
Ein Beitrag zur sozialen Wohnbau-Offensive
Die Wiener Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) hebt hervor, wie wichtig der Ausbau des sozialen Wohnbaus in der Stadt ist. Gemeinsam mit Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ) sieht sie das Projekt als bedeutenden Beitrag zur Aufwertung des Bezirks. In Wien leben über 60% der Bevölkerung in geförderten oder Gemeindewohnungen. Diese beeindruckende Zahl zeigt, dass der soziale Wohnbau hier mehr als nur eine Notwendigkeit ist – er ist ein Teil der Wiener Identität.
Wien gilt nicht umsonst als die Hauptstadt des sozialen Wohnbaus. Die Stadt hat sich über Jahre hinweg eine hohe Lebensqualität und vergleichsweise niedrige Wohnkosten im Verhältnis zum Einkommen bewahrt. Der Wohnbau sichert über 50.000 Arbeitsplätze und generiert eine Wertschöpfung von über 4 Milliarden Euro. Das Wiener Wohnmodell wird weltweit als Vorbild angesehen. Und warum? Weil es nicht nur um Beton und Ziegel geht, sondern um Menschen und ihre Lebensräume.
Ein Zuhause für alle
Die Initiative „Wiener Stadtquartiere“ fördert die Entwicklung von Stadtteilen, die gut an den öffentlichen Verkehr und die Nahversorgung angebunden sind. Mit dem Neubau wird auch eine Tiefgarage mit 66 Stellplätzen sowie eine Quartiersgarage mit bis zu 626 Stellplätzen entstehen. Dazu kommen 98 Fahrradabstellplätze, was das umweltfreundliche Pendeln in der Stadt erleichtert. Da kann man nur sagen: Daumen hoch für nachhaltige Mobilität!
Die Stadt Wien hat sich zudem zum Ziel gesetzt, bis 2025 insgesamt 5.500 neue Wohnungen im Rahmen des „Gemeindebau Neu“ zu schaffen – mittlerweile sind es sogar 5.700. Über 220.000 Gemeindewohnungen entziehen sich den Kräften des freien Marktes und stehen für leistbares Wohnen zur Verfügung. Das ist ein echter Lichtblick in Zeiten, in denen viele europäische Städte mit einer akuten Wohnungsnot kämpfen.
Die Stadtregierung setzt auf einen langfristigen Plan, der die Grundbedürfnisse der Bevölkerung über Profitstreben stellt. Und das ist in unseren schnelllebigen Zeiten alles andere als selbstverständlich. Während andere Städte über die Privatisierung kommunalen Eigentums nachdenken, bleibt Wien seiner Linie treu und setzt auf soziale Gerechtigkeit. Ein großer Teil des Angebots an geförderten Wohnungen hat einen preisdämpfenden Effekt auf den Wohnungsmarkt – und das ist auch gut so! So können Wien und die Wiener*innen weiterhin in einem Umfeld leben, das für alle zugänglich ist.
