Die letzten Tage am Schrödingerplatz sind angebrochen! Ein Ort, der vielen Wienerinnen und Wienern ans Herz gewachsen ist, wird bald Geschichte sein. Der geplante Abriss ist Teil eines größeren Stadtplanungsprojekts, das bis 2027 umgesetzt werden soll. In der Donaustadt wird sich einiges tun – und das hat sowohl seine Vor- als auch Nachteile. Der Platz, wie wir ihn kennen, wird einem neuen, modernen Konzept weichen, das viele spannende Veränderungen mit sich bringt.
Die Institutionen an der Bernoullistraße 1 müssen sich jetzt auf neue Wege einstellen. Die Volkshochschule (VHS), die Gebietsbetreuung Stadterneuerung (GB) und die Bücherei Donaustadt stehen vor einem Umzug. Letzter Kurstag der VHS in der Bernoullistraße ist der 29. Mai, und bereits am 8. Juni geht es in die „Rote Emma“ in der Attemsgasse 38. Die GB hat ihre Tätigkeiten in der Bernoullistraße am 11. Mai eingestellt und zieht am 21. Mai in die neue Adresse um. Eine feierliche Eröffnung ist für den 26. Mai geplant – ein Anlass, den man sich nicht entgehen lassen sollte! Die Bücherei hingegen wird am 26. Mai geschlossen, ohne einen Ersatzstandort in der Hinterhand. Das ist besonders schade, denn die Bücherei war für viele ein beliebter Rückzugsort.
Ein neues Gesicht für den Schrödingerplatz
Doch was kommt nach dem Abriss? Am Schrödingerplatz wird das bestehende Amtshaus größtenteils abgerissen. An seiner Stelle entsteht ein neues Freiraum- und Verkehrskonzept mit über 300 leistbaren Wohnungen. Ein echter Gewinn für die Donaustadt! Ein zweigeschossiger „Stadtsockel“ soll das soziale Herzstück des Projekts werden, mit Platz für soziale, versorgende und kulturelle Einrichtungen. Damit wird nicht nur der Zentrumscharakter gestärkt, sondern auch die soziale und kulturelle Infrastruktur ausgebaut. Das ist doch mal eine Ansage!
Die Pläne sehen auch vor, dass Parkplätze in Tiefgaragen untergebracht werden. An der Oberfläche wird ein parkähnlicher Raum entstehen, der mit neuen Bäumen, Bepflanzungen, Sitzgelegenheiten und sogar Wasserelementen ausgestattet sein wird. Das klingt nach einem perfekten Ort, um eine kurze Auszeit vom hektischen Stadtleben zu nehmen. Und die Rad-Anbindung? Wird besser! Das Projekt liegt direkt am Hauptradwegenetz und ermöglicht eine einfache Verbindung nach Kagran und zur Innenstadt. Die Freizeit- und Naherholungsräume wie die Alte Donau, der Donaupark und die Donauinsel sind ebenfalls schnell zu erreichen.
Ein Blick in die Zukunft
Die rechtlichen Voraussetzungen für die Baueinreichungen sind bereits gegeben, und es wird erwartet, dass der Baubeginn 2027 stattfinden könnte. Bis dahin wird das teilweise leerstehende Gebäude zwischengenutzt. Das Projekt Schrödingerplatz ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung Kagrans als Zentrum. Mit dem Abschluss des Widmungsverfahrens sind die Wegbereiter für diese aufregende Entwicklung gelegt. Neue Zielvorgaben und Zukunftsbilder wurden ausgearbeitet, um den Standort optimal zu gestalten.
Die Veränderungen am Schrödingerplatz sind also nicht nur ein einfacher Umbau, sondern ein Schritt in eine zukunftsorientierte Richtung, die sowohl dem sozialen als auch dem kulturellen Leben in der Donaustadt neuen Schwung verleihen wird. Auch wenn es mit dem Abriss ein Stück Geschichte hinter sich lässt, so öffnet es doch die Tür für spannende neue Möglichkeiten – und darauf können wir uns freuen!