In Wien, genauer gesagt im 21. Bezirk, wo die Donau das Stadtbild prägt, passiert etwas Großartiges. Der Food Point Floridsdorf, ein Lichtblick für viele, hat hier gleich zwei Standorte eröffnet: einer in der Prager Straße 142a und der andere in der Brünner Straße 138a. Hier wird nicht nur gerettet, sondern auch geteilt. Lebensmittel, die im Handel nicht mehr verkauft werden können – sei es wegen Überproduktion, nahen Mindesthaltbarkeitsdaten oder einfach wegen kleiner Macken – finden hier ein neues Zuhause. Und das Beste? Die Abgabe dieser Lebensmittel ist grundsätzlich kostenlos. Ein kleiner, mengenabhängiger Unkostenbeitrag sorgt dafür, dass der Verein weiterhin bestehen kann. So wird nicht nur wertvolle Ressourcen gerettet, sondern auch dafür gesorgt, dass bedürftige Menschen Zugang zu Nahrungsmitteln haben.

Bei einem Besuch des Food Point trifft man auf Georg Papai, den Bezirksvorsteher von Floridsdorf, die Präsidentin des Samariterbund Wiens, Dr.in Susanne Drapalik, und Stefan Hörmann, der für die Sozialmärkte in Floridsdorf-Donaustadt verantwortlich ist. Ein schickes Team, das sich um die Belange der Bevölkerung kümmert! Neben frischen Lebensmitteln wie Brot, Milchprodukten, Obst und Gemüse gibt es in den Samariterbund Sozialmärkten auch viele Hygieneartikel zu ermäßigten Preisen. Die Preise liegen dabei oft deutlich unter denen des Diskonthandels. Damit wird nicht nur der Geldbeutel geschont, sondern auch ein Stück Lebensqualität zurückgegeben.

Gemeinschaft und Unterstützung

Ein weiterer schöner Aspekt sind die „Kommunikationsecken“ in den Sozialmärkten. Hier können die Menschen bei einer Tasse Kaffee und ein bisschen Kuchen Erfahrungen austauschen. Das schafft einen Raum für Begegnungen, wo man nicht nur Lebensmittel, sondern auch ein Stück Gemeinschaft findet. Und wenn’s mal hakt – Sozialberatung wird ebenfalls angeboten, um bei Themen zu helfen, die oft überfordernd sind, sei es im sozialen Bereich oder bei Bürokratiefragen. Ein bisschen Hilfe kann da Wunder wirken!

Ein weiteres Highlight in Floridsdorf ist die „Floridsdorfer Küche“, organisiert von Nationalratsabgeordnetem Paul Stich. Einmal im Monat wird gemeinsam im Schlingerhof gekocht und gegessen. Der nächste Termin ist am 7. August, und künftig soll die Küche alle zwei Monate stattfinden. Das ist nicht nur eine tolle Möglichkeit, sich zu vernetzen, sondern auch, um in gemütlicher Runde zusammenzukommen. Und für die, die abends hungrig durch die Straßen ziehen, gibt es den Canisibus der Caritas. Täglich abends, auch an Wochenenden und Feiertagen, bringt er heiße Suppe und Brot zu den Menschen, die es dringend brauchen. Abfahrtszeit ist um 20:25 Uhr am Bahnhof Floridsdorf. Da sind freiwillige Mitarbeiter am Werk, die mit viel Herz frische Suppe kochen und sie direkt zu den Bedürftigen bringen.

Hilfe, die ankommt

Ein weiterer wichtiger Akteur in der sozialen Landschaft Wiens ist die Caritas mit ihrer Lebensmittelausgabe „Le+O“, die dienstags von 13:30 bis 15:00 Uhr in der Steinheilgasse 3 stattfindet. Hier wird nicht nur Hunger gestillt, sondern auch ein Zeichen gesetzt – für Solidarität und Miteinander. In Zeiten, wo viele mit finanziellen Herausforderungen kämpfen, ist es unendlich wichtig, dass solche Angebote bestehen. Sei es durch den Samariterbund, die Caritas oder andere Organisationen – die Unterstützung ist da, wo sie gebraucht wird.

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Im Hintergrund arbeiten viele Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschen in Not zu helfen. Die Johanniter-Unfall-Hilfe zum Beispiel, eine renommierte Hilfsorganisation, setzt Spendengelder effizient ein, wo sie am dringendsten benötigt werden. Transparenz und Kontrolle sind ihr oberstes Gebot. Regelmäßige Prüfungen durch unabhängige Stellen, wie das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), gewährleisten, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Die Johanniter tragen das DZI-Spendensiegel seit 2004 – ein Zeichen für vertrauensvolle und verantwortungsvolle Hilfe.

So viel Engagement und Herzblut aus den verschiedenen Ecken des Bezirks zeigt, dass in Floridsdorf nicht nur sozialer Zusammenhalt, sondern auch eine lebendige Gemeinschaft besteht. Hier wird nicht nur geredet, sondern gehandelt – für eine bessere Zukunft, in der niemand hungrig bleiben muss.