Heute ist der 23.05.2026, und in Wien-Döbling spürt man die Hitze schon ganz schön deutlich! Die erste Hitzewelle des Jahres hat uns mit voller Kraft erreicht, und das gleich am Pfingstwochenende. Bis zum 22. Mai war der Mai 2026 noch recht angenehm, fast schon kühl in einigen Bergregionen. Doch jetzt breitet sich ein starkes Hochdruckgebiet über West- und Mitteleuropa aus, das heiße Luft zu uns bringt. Die Nullgradgrenze im Alpenraum schießt bis Dienstag auf über 4000 Meter! Das klingt fast wie ein Hochgebirgsabenteuer, aber für uns hier unten bedeutet es Höchsttemperaturen zwischen 30 und 33 Grad.
Am Samstag, dem 23. Mai, wird die erste 30-Grad-Marke im Westen Österreichs geknackt. Und das ist erst der Anfang! Meteorologisch gesehen, sprechen wir hier von einer Hitzewelle, wenn die Tageshöchstwerte an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen die 30-Grad-Marke überschreiten. In vielen Teilen Österreichs sind bereits drei Hitzetage in Sicht, und in einigen Gegenden könnten es sogar vier werden. Das ist rekordverdächtig – besonders für den Mai! In Wien-Döbling gab es seit 1872 nur zweimal drei Hitzetage im Mai, das letzte Mal war 2005. Ein wenig Geschichte, die uns zeigt, wie ungewöhnlich diese Temperaturen wirklich sind.
Extrem hohe Temperaturen und ihre Folgen
Mit der Hitze kommt auch die erste Tropennacht des Jahres auf uns zu. Die Nächte werden nicht mehr ganz so kühl sein, mit Tiefstwerten über 20 Grad. Und während wir uns über die Sonne freuen, müssen wir auch einen Blick auf den Frühling werfen, der uns bis zum 22. Mai nur etwa die Hälfte des erwarteten Niederschlags beschert hat. Besonders im Norden und im östlichen Bergland ist die Niederschlagsabweichung ausgeprägt, und 191 von 246 Wetterstationen melden einen rekordverdächtig trockenen Frühling. Trockene Böden und heiße Temperaturen – das kann in der Kombination durchaus problematisch werden.
Der Klimawandel ist ein ständiger Begleiter in unseren Gesprächen über das Wetter. Die Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen Sommer und Winter, und die Zunahme von Hitzewellen ist ein direktes Ergebnis der globalen Erwärmung. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) werden wir mehr Stürme, Regenfälle und Hitzewellen erleben. Extremwetter ist kein unbekannter Begriff mehr, und die Forschung zeigt, dass bis zu 70 % der untersuchten Extremwetterereignisse durch den Klimawandel wahrscheinlicher oder intensiver geworden sind. Das lässt uns nachdenklich zurück, während wir die Hitze genießen.
In Deutschland, aber auch hier in Österreich, zeigt sich, dass die Wetterbedingungen sich drastisch verändern. Die Luftfeuchtigkeit steigt mit den Temperaturen, was das Risiko für Extremwetter erhöht. Die Zunahme von Hitzetagen und weniger Frosttagen sind nur einige der Veränderungen, die wir beobachten können. Wir stehen an einem Wendepunkt, und die kommenden Tage werden uns zeigen, wie sich diese Hitzewelle weiter entwickeln wird. Vielleicht sollten wir uns also schon mal nach einem schattigen Plätzchen umsehen!