Kühle Zeiten am Nordwestbahnhof: Wie Wiens neues Stadtviertel zur grünen Oase wird
In Wien, genauer gesagt im aufstrebenden Stadtviertel Nordwestbahnhof, tut sich etwas Spannendes. Eine neue Studie des Austrian Institute of Technology (AIT) hat die klimatischen Auswirkungen des Viertels untersucht, das bis 2035 auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs entstehen soll. Die Eigentümerin des Areals, die ÖBB, hat das Projekt ins Rollen gebracht und die Studie in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie das Mikroklima der Gegend verbessert werden kann.
Was die Ergebnisse angeht, so zeigen sie einen klaren Weg in eine kühlere Zukunft. Durch die geplanten Begrünungen und Entsiegelungen wird erwartet, dass die gefühlte Temperatur sinkt. Besonders nachts könnten wir uns auf eine Abkühlung von etwa 1 bis 2,5 Grad freuen. Tagsüber, das ist die wirklich spannende Nachricht, könnte die gefühlte Temperatur im Vergleich zu den derzeit versiegelten, unbeschatteten Flächen um rund 10 Grad, in manchen Bereichen sogar um mehr als 20 Grad sinken! Wie cool ist das denn?
Grüne Oasen in der Stadt
Mit rund 2.200 neuen Bäumen, entsiegelten Flächen und großzügigen Freiräumen wird das Stadtviertel Nordwestbahnhof zu einer wahren grünen Oase. Diese Maßnahmen sollen nicht nur für ein besseres Mikroklima sorgen, sondern auch die Luftzirkulation fördern. Offene Verbindungen zwischen den Gebäuden sind geplant, um die sommerliche Hitzebelastung zu reduzieren. Die Studie hebt insbesondere die Bedeutung von Durchlüftungsachsen in Nordwest-Südost-Richtung hervor. Das klingt nach einem erfrischenden Wind, der durch die Straßen weht!
Die gute Nachricht: Im Projektgebiet und in den angrenzenden Stadtteilen sind keine negativen mikroklimatischen Auswirkungen zu erwarten. Ein Grund zur Freude für all jene, die die Brigittenau lieben und das neue Stadtviertel als Teil ihrer Heimat sehen.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Aber das ist noch nicht alles! Das Projekt reiht sich ein in das bundesweite Förderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“, das 2020 ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, Kommunen zu unterstützen, die Entwicklung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel voranzutreiben. Es geht darum, öffentliche Grün- und Freiflächen zu erhalten, anzupassen und auszubauen. Gerade in Zeiten von extremen Wetterereignissen wie Hitze, Dürre und Starkregen ist das ein wichtiges Anliegen.
Urbane Grün- und Freiräume spielen eine zentrale Rolle, um Risiken zu mindern und die Lebensqualität sowie die Biodiversität zu sichern. Vegetation und Böden binden nicht nur Kohlenstoff, sie sind auch wichtig für den Klimaschutz. Die geförderten Maßnahmen reichen von Hitze- und Trockenheitsvorsorge bis hin zur Sicherung und Vernetzung von Grünräumen. So wird etwa der Regenwasserrückhalt erhöht, was nicht nur für die Natur, sondern auch für die Menschen von Vorteil ist.
Die Stadtentwicklung in Wien zeigt, dass es durchaus möglich ist, grüne Lösungen zu finden, die den Herausforderungen des Klimawandels trotzen. Und während wir auf die Fertigstellung des Stadtviertels Nordwestbahnhof warten, können wir uns schon jetzt auf die vielen neuen Bäume und Freiflächen freuen, die uns in Zukunft ein Stückchen mehr Lebensqualität bringen werden.
