Heute ist der 12.05.2026 und im Alsergrund tut sich was! Vor nicht allzu langer Zeit, genau zehn Tage vor Weihnachten, wurde der neue Radweg in der Alserbachstraße eröffnet. Verkehrsstadträtin Ulli Sima hat dieses Projekt als ihr „persönliches Radwegoffensive-Highlight“ bezeichnet. Das klingt ja schon fast nach einem Festtag! Doch während die Euphorie groß war, zeigen sich jetzt einige Herausforderungen. Der Radweg, der zwischen dem Gürtel und der Friedensbrücke verläuft, hat sich als ineffizient erwiesen. Radfahrer, die früher die Strecke in nur drei Minuten schafften, benötigen nun ganze sieben Minuten. Eine ungünstige Ampelschaltung beim Franz-Josefs-Bahnhof sorgt dafür, dass es oft eine rote Welle gibt. Und das ist nicht alles – auch die Ampel in der Boltzmanngasse erkennt Radfahrer nicht immer, da die Sensoren im Boden nicht richtig funktionieren. Ja, das ist alles andere als ideal.
Der Zustand des Radweg-Belags zwischen dem Julius-Tandler-Platz und der Friedensbrücke lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Hier wird bald wieder abgefräst, denn „unterirdische Gebrechen“ im Bereich der Wiener Netze machen eine Sanierung notwendig. Die Bauarbeiten werden bis Mitte Juni dauern, da nur in der Nacht an den Wochenenden gearbeitet werden darf. Für alle, die auf den Radweg angewiesen sind, bedeutet das eine weitere Herausforderung. Aber es gibt Hoffnung: Die Arbeiten an der „grünen Welle“ werden fortgesetzt, was hoffentlich für eine Verbesserung sorgen wird.
Die Neugestaltung des Julius-Tandler-Platzes
Das ist aber noch nicht alles! Im April beginnen die Bauarbeiten für einen baulich getrennten Zwei-Richtungs-Radweg in der Alserbachstraße. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenden Neugestaltung des Julius-Tandler-Platzes. Ziel ist es, eine sichere Radwegverbindung durch den Alsergrund vom Gürtel bis zum Donaukanal zu schaffen. Fuchsthallergasse und Alserbachstraße sind stark frequentierte Radrouten, die die U6-Station Währinger Straße und die U4-Station Friedensbrücke miteinander verbinden. Das wird vielen Radfahrern entgegenkommen!
Ein baulich getrennter Ein-Richtungs-Radweg wurde bereits 2024 in der Fuchsthallergasse stadteinwärts eingerichtet. Im Sommer 2023 wurde die fehlende Radweg-Verbindung in der Fuchsthallergasse von der Lustkandlgasse bis zum Währinger Gürtel realisiert. Das ist doch ein Fortschritt, oder? Aber auch stadtauswärts gibt es schon einen baulich getrennten Ein-Richtungs-Radweg in der Fuchsthallergasse. Was für eine Erleichterung für die Radler!
Grünflächen und neue Bäume
Die gesamte Projektfläche rund um den Julius-Tandler-Platz beträgt stolze 8.000 Quadratmeter. Hier wird die Grünfläche von 21 auf 2.140 Quadratmeter vergrößert, und es werden 46 neue Bäume gepflanzt, darunter großkronige XL-Bäume. Aber nicht nur das – es wird auch an Sitzmöglichkeiten (Sessel und Bänke), Beschattung, Wasserspielen und Trinkbrunnen gedacht. Das klingt nach einem einladenden Ort, um eine kleine Pause einzulegen und das Treiben um einen herum zu genießen.
Die Entwicklungen im Alsergrund sind also vielfältig und spannend. Während wir noch an den Herausforderungen des neuen Radwegs knabbern, dürfen wir auf die positiven Veränderungen blicken, die in den kommenden Monaten auf uns warten. Ein bisschen Geduld, und vielleicht wird der Alsergrund bald zum Fahrradparadies – zumindest in den Visionen der Stadtplaner! Hier wird gearbeitet, geschraubt und umgestaltet – für ein besseres Miteinander auf zwei Rädern.