Wien, die Stadt der Gemütlichkeit und der Tradition, hat sich entschieden, einen neuen Weg zu gehen, um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen. Ab dem 8. Mai 2023 gilt ein Alkoholkonsumverbot im und um den Wiener Westbahnhof. Diese Maßnahme wurde von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bei einer Pressekonferenz angekündigt und soll nicht nur die Drogenkriminalität bekämpfen, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger verbessern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Neuerung ist die Schutzzone, die rund um den Fritz-Imhoff-Park in Wien-Mariahilf eingerichtet wird. Diese Zone soll insbesondere Minderjährige schützen und den Drogenhandel in der Umgebung der U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße eindämmen. Hierbei wird auch der Zugang zu Versorgungsangeboten für Abhängige gewährleistet, während gleichzeitig die Polizei die Möglichkeit hat, Betretungsverbote bei Verdacht auf strafbare Handlungen auszusprechen.

Alkoholverbot und Schutzzonen

Das Alkoholverbot am Westbahnhof ist nicht die erste Maßnahme dieser Art in Wien. Bereits am Franz-Jonas-Platz und am Praterstern wurden ähnliche Verbote eingeführt, um den öffentlichen Raum für alle Bürger:innen sicherer zu gestalten. Die Stadt selbst beschreibt die Alkoholkonsumenten im öffentlichen Raum als „schwankend und überschaubar“, doch das Verhalten Einzelner kann zu Konflikten führen. Dies ist ein Punkt, den die Stadtpolitik ernst nimmt, weshalb auch die Polizeipräsenz verstärkt wird, inklusive eines festen Sicherheitsstandpostens an der U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße.

Um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, werden zudem Maßnahmen wie die häufigere Reinigung des Parks und zusätzliche Entsorgungsmöglichkeiten für Drogenspritzen umgesetzt. Auch der Kinderspielplatz im Park wird durch einen neuen Zaun nachts abgesperrt, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. „Wir möchten ein sozial verträgliches Mit- oder Nebeneinander aller Menschen im (halb-)öffentlichen Raum ermöglichen“, betont die Stadt Wien.

Integration und Sicherheit

Die Politik der Toleranz, Integration und Inklusion wird in Wien großgeschrieben. Die strategischen Ziele der Sucht- und Drogenkoordination zielen darauf ab, das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum zu erhöhen und notwendige Kooperationen zwischen Polizei, Ärzten und anderen Behörden sicherzustellen. Niederschwellige Einrichtungen fördern die Integration von suchtkranken Menschen in das Wiener Sucht- und Drogenhilfenetzwerk sowie in das allgemeine Gesundheits- und Sozialsystem.

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Die Herausforderungen sind groß: Brennpunkte wie der Praterstern und der Franz-Jonas-Platz sind von Konflikten, Drogenmissbrauch und Alkoholproblemen betroffen. Doch die Stadtregierung zeigt sich entschlossen, diese Probleme anzugehen. So wird die Polizeipräsenz auch auf andere problematische Orte wie die U6-Station Josefstädter Straße und den Yppenplatz ausgeweitet. „Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls und der Aufenthaltsqualität für Anrainer und Passanten“, so Bürgermeister Ludwig.

Insgesamt zeigt sich, dass die Stadt Wien mit einem klaren Maßnahmenpaket auf die Herausforderungen im öffentlichen Raum reagiert. Mit einem Mix aus Verboten, verstärkter Polizeipräsenz und einem Fokus auf Integration und Hilfe für Betroffene strebt Wien an, ein sicheres und lebenswertes Umfeld für alle Bürger:innen zu schaffen.