Ein Ort der Hoffnung: Das Momo-Kinderpalliativzentrum in Währing wächst weiter
Im charmanten Währing, genauer gesagt in der Schulgasse 38, wird derzeit an einem ganz besonderen Ort gearbeitet – dem Momo-Kinderpalliativzentrum. Hier entsteht ein neuer Betreuungsraum für schwerstkranke Kinder, der nicht nur funktional, sondern auch einladend sein soll. Vor kurzem fand ein Baustellenfrühstück statt, um der Erweiterung des Kindertageshospizes einen feierlichen Rahmen zu geben. Bei duftendem Kaffee und frischen Brezeln kamen Unterstützer und Interessierte zusammen, um einen Blick auf die Entwicklungen zu werfen.
Das Momo-Kinderpalliativzentrum hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2013 zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Familien entwickelt. Es bietet nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch psychologische Betreuung, Pflege und eine Vielzahl an Therapien, darunter physio- und musiktherapeutische Maßnahmen. Neu in diesem Jahr ist die mobile Begleitung, die durch den Momo-ZeitRaum ermöglicht wird. Das Team vor Ort setzt alles daran, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien gerecht zu werden.
Ein Ort der Ruhe und Entspannung
Der neue Rückzugsraum wird direkt an das bestehende Tageshospiz angeschlossen und soll mit seinen Rückzugsnischen und mobilen Wänden einen Raum der Ruhe schaffen. Hier können die Kinder und ihre Familien ungestört sein, sich zurückziehen und Kraft tanken. Die Baustelle selbst erstreckt sich über zwei Geschoße: Im Obergeschoss findet der Rückzugsbereich Platz, während im Untergeschoss Besprechungsräume und Fortbildungsmöglichkeiten geschaffen werden. Es ist schön zu sehen, wie viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt wird!
Doch all diese wertvollen Angebote sind nur möglich, weil das Kinderpalliativzentrum auf Spenden angewiesen ist. Ohne die großzügige Unterstützung von Spendern könnten die Familien nicht kostenlos auf diese wichtigen Dienste zugreifen. Es ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement ist. Alle Angebote des Tageshospizes werden ausschließlich durch Spenden finanziert – eine Herausforderung, die in der heutigen Zeit nicht zu unterschätzen ist.
Palliativversorgung im größeren Kontext
Während das Momo-Kinderpalliativzentrum seinen spezifischen Fokus auf die Bedürfnisse von Kindern legt, gibt es auch in der allgemeinen Palliativversorgung in ganz Österreich und Deutschland viel zu beachten. Der Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland listet über 3.000 Adressen von Hospiz- und Palliativ-Angeboten. Diese Einrichtungen sind speziell darauf ausgerichtet, Menschen mit fortgeschrittenen, lebensbegrenzenden Erkrankungen zu helfen. Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern und Symptome zu lindern, was auf vielen Palliativstationen in Krankenhäusern geschieht.
Die Herausforderung ist jedoch groß: Nur etwa 15% der Krankenhäuser in Deutschland bieten eine Palliativstation an. Dabei ist der Rechtsanspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) seit 2007 ein wichtiger Schritt, um die Versorgung zu verbessern. Die SAPV-Teams sind 24 Stunden am Tag erreichbar – ein echtes Lebensretterkonzept für viele Familien in Not.
Ein Blick in die Zukunft
In den letzten Jahren hat sich die Hospizarbeit stetig weiterentwickelt. Die gesetzlichen Förderungen für Hospiz- und Palliativnetzwerke seit 2022 haben dazu beigetragen, dass diese wichtigen Dienste ausgebaut werden. Besonders erfreulich ist, dass auch Angebote für Kinder und Jugendliche in speziellen Rubriken verfügbar sind. Das zeigt, dass die Gesellschaft zunehmend erkennt, wie wichtig die Begleitung in der letzten Lebensphase ist – egal, ob bei Kindern oder Erwachsenen.
Das Momo-Kinderpalliativzentrum in Währing ist ein leuchtendes Beispiel für all das, was in der Hospizarbeit möglich ist. Hier wird mit viel Herz und Engagement gearbeitet, um den Betroffenen und ihren Familien die bestmögliche Unterstützung zu bieten. Es ist ein Ort, an dem die Hospizidee lebendig wird, und das ist einfach nur bewundernswert!
