In Simmering, einem der lebhaftesten Bezirke Wiens, weht ein frischer Hauch von Tradition und Innovation durch die Gewächshäuser der Familie Ableidinger. Monika und Andreas, beide aus tief verwurzelten Gärtnerfamilien stammend, haben sich der Kultivierung von Gurken verschrieben – und das nicht zu knapp. Auf stolzen 3,3 Hektar Gewächshausfläche wachsen mehr als 55.000 Gurkenpflanzen. Ein Anblick, der einen fast ins Staunen versetzt und den man nicht alle Tage sieht!

Von Mitte Februar bis Anfang November werden die knackigen Mini- und Salatgurken täglich von Hand geerntet. Das bedeutet, dass die ersten Früchte des Jahres gerade rechtzeitig zum Frühling sprießen, während die Mitarbeiter – 15 an der Zahl – von Mitte Jänner bis Ende November in voller Tatkraft arbeiten. Die Erntefrische der Gurken ist nicht nur ein Versprechen, sondern wird am nächsten Tag an die Konsumenten geliefert. Fast 60 Prozent der heimischen Gurken kommen übrigens aus Wien-Simmering. Ein echter Hit für alle Liebhaber des grünen Gemüses!

Familiengeschichte und nachhaltige Praktiken

Die Ableidingers sind nicht nur Gärtner; sie sind Teil einer über Generationen gewachsenen Kultur des Gemüseanbaus. Ihre Gewächshäuser benötigen viel Licht, Luft und das richtige Maß an Feuchtigkeit, damit die Gurken prächtig gedeihen. Eine Hackschnitzelanlage sorgt für die nötige Wärme in den kälteren Monaten, während eine ressourcensparende Tröpfchenbewässerung dafür sorgt, dass kein Tropfen Wasser verschwendet wird. Und das Beste? Für den Pflanzenschutz setzt die Familie auf Nützlinge. Ein bisschen wie in der Natur, nur eben kontrolliert und nachhaltig!

Die Lage der Gärtnerei ist auch nicht zu unterschätzen. Nur einen Kilometer von der Zentrale der Erzeugergemeinschaft „LGV Gärtnergemüse“ entfernt, ist der Betrieb perfekt in die regionale Lebensmittelversorgung integriert. Das bedeutet, dass die Gurken nicht nur frisch sind, sondern auch einen kurzen Transportweg hinter sich haben, bevor sie auf den Tellern der Wiener landen.

Urbane Landwirtschaft: Ein Stück Zukunft

Der Trend zur urbanen Landwirtschaft nimmt in europäischen Städten Fahrt auf. Sie ist nicht nur ein zentraler Bestandteil des städtischen Lebens, sondern auch eine Antwort auf viele moderne Herausforderungen. In den letzten Jahren hat sich die urbane Landwirtschaft als eine Art innovatives und profitables Geschäftsmodell etabliert. Die Vielfalt der Akteure, die hier agieren – vom klassischen Gärtner bis hin zu sozialen Initiativen – macht es spannend und vielschichtig. Es geht nicht nur um die Lebensmittelproduktion, sondern auch um soziale, ökologische und kulturelle Aspekte.

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Das EU-Rahmenprogramm Horizon 2020 hat dazu beigetragen, die Potenziale dieser Form der Landwirtschaft zu beleuchten. Der Sammelband, der aus einem vierjährigen Forschungsprojekt hervorgegangen ist, fordert eine kritische Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen und Widersprüchen der urbanen Landwirtschaft. So schön und wichtig dieses Konzept auch ist, es hat auch seine Herausforderungen. Es wird deutlich, dass mehr staatliche Regulierung und Unterstützung nötig sind, um die urbane Landwirtschaft nachhaltig zu fördern.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Entwicklungen weiter entfalten werden – sowohl für die Familie Ableidinger in Simmering als auch für die Stadt Wien insgesamt. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, könnte man sagen, für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Lebensmittelversorgung. Das Gurken-Gewächshaus ist nur ein Beispiel von vielen, die zeigen, wie Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen können.