Heute ist der 10.05.2026 und die Autofahrer in Österreich dürfen sich auf einige einschneidende Änderungen freuen. Ab Oktober 2027 wird es ernst – die Regeln für Geschwindigkeitsüberschreitungen werden massiv verschärft. Ein Schritt, der vielleicht manch einem ein mulmiges Gefühl in der Magengegend bescheren könnte. Das Verfassungsgericht hat entschieden, dass Leasingfahrzeuge und Autos im Miteigentum künftig nicht mehr als Schlupfloch für Raser dienen können. Eine gute Entscheidung, wie viele finden.
Was bedeutet das genau? Ab dem 1. Oktober 2027 können sowohl Leasing-Fahrzeuge als auch Autos, die gemeinsam im Besitz mehrerer Personen sind, beschlagnahmt und versteigert werden, wenn die Fahrer sich nicht an die Geschwindigkeitsgrenzen halten. Und die Schwellenwerte sind nicht ohne: Wer außerorts mehr als 90 km/h zu schnell fährt oder innerorts über 80 km/h, der muss ernsthaft mit Konsequenzen rechnen. Besonders brisant ist die Regelung für Fahrer, die schon einmal ihren Führerschein wegen schwerwiegender Verkehrsdelikte verloren haben. Für sie gelten niedrigere Schwellenwerte. Na, wenn das nicht mal ein klarer Appell ist!
Die neuen Schwellenwerte
Seit März 2024 dürfen Fahrzeuge bei extremen Geschwindigkeitsüberschreitungen vorläufig aus dem Verkehr gezogen werden. Bis Ende 2025 wurden insgesamt 438 Fahrzeuge vorläufig beschlagnahmt, von denen jedoch nur 12 versteigert wurden. Das lag vor allem daran, dass viele Raser die Eigentumsregelung ausnutzten. Der VfGH hat jetzt klipp und klar entschieden, dass diese Ausnahme gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt. Eine Entscheidung, die die Hemmschwelle für Raser erhöhen soll, meint auch Infrastrukturminister Peter Hanke.
Leasinggesellschaften müssen jetzt ihre Verträge und Versicherungsbedingungen anpassen, um den neuen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Das könnte spannend werden, denn einmal mehr zeigt sich, dass Autofahrer in Österreich sich auf neue Herausforderungen einstellen müssen. Und wenn wir ehrlich sind – wer von uns hat nicht schon mal ein wenig schneller gemacht, als erlaubt? Aber die Zeiten des „einmal geht’s schon“ scheinen bald der Vergangenheit anzugehören.
Ein Blick in die Zukunft
Die Frage bleibt: Wird diese Regelung tatsächlich dazu führen, dass sich die Fahrweise der Menschen ändert? Oder wird es immer noch diejenigen geben, die sich über die Gesetze hinwegsetzen? Fakt ist, dass die Diskussion über Verkehrssicherheit und Geschwindigkeitsüberschreitungen in den letzten Jahren immer lauter wurde. Und vielleicht sind solche Maßnahmen genau das, was wir brauchen, um die Straßen ein Stück sicherer zu machen.
Die kommenden Jahre werden zeigen, ob diese neuen Regeln tatsächlich greifen und wie sich das Fahrverhalten der Österreicher verändern wird. Eines ist sicher: Das Thema Geschwindigkeitsüberschreitung bleibt ein heißes Eisen, über das wir noch lange sprechen werden. Und vielleicht wird der eine oder andere Raser dann doch noch einmal darüber nachdenken, ob es wirklich nötig ist, die Beschränkungen zu ignorieren.