Schlüssel zur Zukunft: Wie das Mentoring-Programm Sindbad Jugendlichen neue Perspektiven eröffnet
Die Schulzeit ist für viele Jugendliche eine aufregende, aber auch herausfordernde Phase. Am Ende der Pflichtschule stehen sie vor Entscheidungen, die ihr Leben maßgeblich beeinflussen können. Soll ich weiter zur Schule gehen? Eine Lehre beginnen? Oder vielleicht sogar eine Lehre mit Matura anstreben? Hier kommt die Initiative Sindbad ins Spiel, die ein Mentoringprogramm anbietet, um Jugendlichen in dieser entscheidenden Phase unter die Arme zu greifen.
Seit 2016 unterstützt Sindbad sozial benachteiligte Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren. Das Mentoring-Programm ist eine echte Chance für diese jungen Menschen, einen klaren Weg in die Zukunft zu finden. Die Mentorinnen und Mentoren, die mindestens 20 Jahre alt sein müssen, helfen den Mentees, den Einstieg in eine weiterführende Schule oder eine Lehre zu erleichtern. Durch persönliche Begleitung und Unterstützung wird das Selbstbewusstsein der Jugendlichen gestärkt. Ein wichtiger Faktor, denn in dieser Zeit ist der Blick in die Zukunft oft von Unsicherheit geprägt.
Einblicke ins Mentoring-Programm
Die Initiative Sindbad sucht engagierte Mentorinnen und Mentoren, die bereit sind, sich für die Zukunft junger Menschen einzusetzen. Das Mentoring dauert zwischen acht und zwölf Monaten und ist als 1:1-Beziehung mit regelmäßigen Treffen angelegt. Die Inhalte der Treffen zielen darauf ab, die persönliche Beziehung zu stärken und zwischenmenschliche Unterstützung zu bieten. Auch begleitende Module wie Supervisionen, Teambuilding und Bewerbungstrainings sind Teil des Programms. So haben die Mentorinnen und Mentoren die Möglichkeit, ihre sozialen Fähigkeiten zu vertiefen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Für alle, die sich für das Programm interessieren, gibt es am 15. Juli von 17 bis 18 Uhr einen Info-Termin. Hier können sie mehr über die Möglichkeiten erfahren, sich zu engagieren. Weitere Informationen sind auch online verfügbar unter www.wien.gv.at/veranstaltungen/infosession-mentorinnen.
Der größere Kontext
Jugendarbeitslosigkeit ist ein Thema, das nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland immer wieder diskutiert wird. Rund 4,6 % der 15- bis 25-Jährigen sind dort betroffen, was oft auf Probleme beim Übergang in das Ausbildungssystem zurückzuführen ist. Jährlich finden etwa 70.000 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz – eine Zahl, die alarmierend ist. Initiativen wie „JOBLINGE“ setzen sich dafür ein, diesen jungen Menschen mit schwierigen Ausgangsvoraussetzungen zu helfen und ihnen echte Jobmöglichkeiten zu bieten.
Das Mentoring-Programm von Sindbad und ähnliche Projekte zielen darauf ab, die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und die Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren. Durch die Unterstützung von ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren bekommen die Jugendlichen nicht nur praktische Hilfe, sondern auch emotionale Unterstützung in einer Zeit, die oft von Unsicherheit geprägt ist. Die Kombination aus individueller Förderung und praktischer Qualifizierung kann der Schlüssel sein, um den Übergang in ein erfolgreiches Berufsleben zu meistern.
Wer also in Wien etwas bewirken möchte, hat jetzt die Chance, Teil dieser wichtigen Initiative zu werden. Es ist nicht nur eine Gelegenheit, anderen zu helfen, sondern auch eine Chance für persönliche Erfahrungen und Wachstum. Wenn das nicht die Möglichkeit ist, die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen und gleichzeitig anderen zu helfen, dann weiß ich auch nicht!
