Die Hitze in Wien kann einem schon ganz schön zu schaffen machen – und das nicht nur im Hochsommer. Gerade jetzt, wo wir die Rekordhitze der letzten Wochen hinter uns gelassen haben, ist es wichtig, einen Blick auf die kommenden Monate zu werfen. Die Experten warnen: Juli und August, die heißesten Monate des Jahres, stehen vor der Tür und mit ihnen könnten weitere Hitzewellen ins Land ziehen. Für viele ältere Menschen kann das gefährlich werden, und das nicht nur, weil sie schneller ins Schwitzen geraten.

Besonders Pflege-, Gesundheits- und Klimafachleute haben ein besorgniserregendes Bild gezeichnet. In einer neuen Sammelpublikation, die von 40 Wissenschaftlern aus 25 Institutionen verfasst wurde, wird eindringlich darauf hingewiesen, dass die Gefahr für ältere Menschen durch Bewegungsmangel in der Hitze steigt. Thomas Dorner, Leiter der Akademie für Altersforschung, empfiehlt regelmäßige Bewegung, aber bitte nicht in der prallen Sonne! „Bei 40 Grad sollte man keinen Spaziergang in der Sonne machen“, sagt er. Bewegung ist jedoch wichtig, um die Muskelkraft und Mobilität zu erhalten. 150 Minuten pro Woche wären ideal.

Die gesundheitlichen Risiken der Hitze

Hitze ist nicht nur unangenehm, sie kann auch ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Laut dem Robert Koch-Institut führt extreme Hitze zu einem Anstieg der Sterbefälle, insbesondere bei Menschen mit bestehenden Erkrankungen wie Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Da wird einem schnell klar, dass dies ein Thema ist, das uns alle betrifft. In Deutschland rechnet man aufgrund des Klimawandels mit einer Zunahme extremer Hitze – und die Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen. Hitze kann nicht nur Krankheiten verschlimmern, sondern auch schwerwiegende Nebenwirkungen bei bestimmten Medikamenten auslösen.

Besonders betroffen sind Senioren und Menschen, die ohnehin schon gesundheitliche Probleme haben. Ein Appell an die Politik ist also dringend nötig, um integrierte Gesundheits- und Klimapolitik zu schaffen. Dazu gehört beispielsweise die Verbesserung der Erreichbarkeit von Geschäften zu Fuß und die Schaffung von Gehwegen abseits asphaltierter Flächen. Experten schlagen vor, dass wir auch die Gehsteigkanten beseitigen und die Ampelgrünphasen verlängern sollten. Andrea Schmidt vom Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit merkt zu Recht an, dass auch die pflegenden Angehörigen, viele davon über 60 Jahre alt, von diesen Maßnahmen profitieren würden.

Die positiven Effekte von mehr Bewegung

Willi Haas, ein versierter Sozialökologe, hat eine interessante Berechnung angestellt. Wenn sich nur die Hälfte der unzureichend aktiven Bevölkerung mehr bewegen würde, könnten laut seinen Schätzungen rund 1,2 Milliarden Euro im Gesundheitswesen eingespart werden. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein! Und es gibt noch mehr: 1,6 Millionen Spitalsaufenthalte könnten dadurch ebenfalls vermieden werden. Man fragt sich ja schon, warum nicht mehr für die Förderung von Bewegung getan wird. Immerhin könnte das auch die Lebensqualität der älteren Generation erheblich verbessern.

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Doch die Herausforderungen hören hier nicht auf. Der Klimawandel führt zu einer Zunahme von Extremwetterereignissen wie Hitze, Stürmen und Hochwasser. Diese Veränderungen bringen nicht nur physische, sondern auch psychische Auswirkungen mit sich: Stress, Angstzustände, und sogar Depressionen können die Folge sein. Man muss sich auch bewusst sein, dass die Qualität und Quantität von Trinkwasser und Lebensmitteln durch veränderte Umweltbedingungen beeinträchtigt werden kann – ein weiterer Grund, um sich um das eigene Wohlbefinden zu kümmern.

In Anbetracht all dieser Informationen wird klar, dass es höchste Zeit ist, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Verantwortung zu übernehmen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein – für uns alle.