Der Sommer hat uns endlich fest im Griff, und für viele von uns bedeutet das: ab ins Wasser! Da kommen Erinnerungen an die Kindheit hoch—an das Planschen im Ziegelteich. Gerade hier in Meidling, wo die kleinen Abenteurer oft mit den Nachbarn zum Baden aufbrechen. Der Ziegelteich, ein künstlicher See, entstand durch das Aushubmaterial einer Ziegelei. Ein bisschen Lehm und Ton, und voilà, schon hat man einen Badesee, der bei gutem Grundwasser auch zum Schwimmen einlädt. Aber dazu später mehr.

Ich erinnere mich, wie wir als Kinder mit den Nachbarn zum Ziegelteich marschiert sind. Über die Raxstraße, die sprichwörtlich vor uns lag – und die Sprünge, oh, die Sprünge! Fünf bis sieben Meter hoch mussten wir uns trauen. Und was passierte? Ich wurde einfach ins Wasser gestoßen! Es war der Moment, in dem ich meinen ganz persönlichen Schwimmstil entwickelte. Ein unkoordiniertes Getümmel, das nie wirklich zur Eleganz gereicht hat. Aber hey, das macht ja auch nichts, oder? Trotz mehrerer Schwimmlehrer blieb ich bei meinem Stil. Irgendwie ist das ja auch eine Art Statement.

Schwimmen und das Leben im Stadthallenbad

Das Stadthallenbad war für uns ein weiteres Eldorado. Ich kann mich an viele humorvolle Erlebnisse dort erinnern, inklusive der kleinen Interaktionen mit dem Bademeister—der war ein echter Charakter, mit seiner strengen Miene und den scharfen Augen, die immer nach uns Ausschau hielten. An manchen Tagen fühlte ich mich dort wie ein kleiner Fisch im großen Teich.

Nun habe ich meinen eigenen kleinen Teich im Garten, wo ich täglich 40 Minuten schwimme. Ja, die Nachbarn haben mich mittlerweile liebevoll „unsere Boje“ getauft. Ich bin stolz darauf! Meine Schwimmtechnik nenne ich „ZEN – Die Kunst der Schwimmbojen“. Ich kann minutenlang auf dem Rücken liegen, die Augenlider bewegen sich kaum. Einfach nur treiben lassen, die Gedanken ziehen lassen. Und dann kommt der Enterich, der plötzlich versucht, auf mir zu landen! Das hat mich ganz schön erschreckt und ich hab gleich eine ordentliche Portion Wasser geschluckt. Ich plane, mir eine Badehaube zuzulegen, mit der Aufschrift „No Ducks“—man muss ja vorbereitet sein.

Die Qualität des Wassers im Ziegelteich

Aber während ich hier ins Wasser hüpfe, sollte man sich auch der Wasserqualität bewusst sein. In der Badesaison 2025 wurden in Deutschland 2.291 Badegewässer untersucht, darunter einige Ziegelteiche. Über 13.000 Wasserproben wurden ausgewertet, und 98 Prozent der Badegewässer erfüllten die Qualitätsanforderungen der EU-Badegewässerrichtlinie. Ein guter Grund, um unbeschwert zu schwimmen! Doch Vorsicht: In 158 Fällen wurden Badegewässer für die gesamte Saison geschlossen, oft wegen unangenehmer Überraschungen wie Blaualgen. Auch das Wasser im Ziegelteich kann betroffen sein, wenn die Grundwasserqualität nicht stimmt. Man sollte also immer auf die aktuellen Meldungen achten.

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Der Ziegelteich hier in Meidling ist ein kleiner, aber feiner Teil des großen Erholungsgebiets am Wienerberg. Die hohen Böschungen sind steil, aber die Rutschungsgefahr ist gering—das Material ist einfach zu stabil. Und während viele Ziegelteiche in den letzten Jahrzehnten zugeschüttet wurden, bleibt dieser Ort ein Rückzugsort für die Wiener, die das kühle Nass lieben. Ein bisschen wie ein geheimes Paradies, das es zu entdecken gilt.

Wie dem auch sei, der Sommer ist da, und egal, ob mit oder ohne Badehaube, die Freude am Wasser bleibt! Wir sollten alle einfach ein bisschen mehr wie die Kinder sein und uns ins Abenteuer stürzen. Wer weiß, vielleicht wartet der nächste Enterich schon auf uns!