Wiener Klima-Himmel: Grüner Schatten für die Schulen der Zukunft
Heute, am 6. Juli 2026, hat sich vor der Volksschule Corneliusgasse in Mariahilf ein bedeutender Schritt in Richtung einer grüneren Schulumgebung vollzogen. Bei strahlendem Sonnenschein fand der Spatenstich für das Projekt „Wiener Klima-Himmel“ statt. Hier wird eine begrünte Pergola errichtet, die nicht nur das Mikroklima verbessern soll, sondern auch dringend benötigten Schatten an heißen Sommertagen bietet. Das ist besonders wichtig, denn die letzten Jahre haben uns gezeigt, dass die Sommer in Wien immer heißer werden, und Schulen stehen dann ganz schön unter Druck.
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky von der SPÖ hat die Bedeutung schattiger Plätze an Schulen hervorgehoben. „Wir wollen den Kindern nicht nur einen schönen, sondern auch einen gesunden Lernort bieten“, betonte er. Im Rahmen des Projekts wird es neue Staudenbeete, Sitzbänke und Grünflächen geben – also ein richtig einladender Ort, um eine Pause einzulegen oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Und das Beste: Bestehende Bäume bleiben erhalten, sodass die Natur nicht nur Platz, sondern auch ihren gewohnten Rahmen behält.
Ein nachhaltiger Schritt in die Zukunft
Die Bezirksvorsteherin Julia Lessacher hat ebenfalls für die Erweiterung der Grünflächen geworben. Das Projekt ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine nachhaltige Lösung, die trotz herausfordernder Rahmenbedingungen, wie Leitungen unter dem Vorplatz, realisiert werden kann. Das Ganze wird vom Klima- und Energiefonds gefördert und ist Teil der Programmlinie „Leuchttürme für resiliente Städte 2040“ – ein ambitioniertes Vorhaben. Die Finanzierung für die Neugestaltung des Schulvorplatzes ist bereits gesichert, was ein großer Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt ist.
Das Projekt hat seinen Ursprung in einem Forschungsprojekt zur Begrünung in dicht bebauten Stadtgebieten. Das Ziel ist klar: Wir wollen Schatten und Kühlung schaffen, wo neue Bäume nicht gepflanzt werden können. Hierbei wurde auch die Stimme der Bürgerinnen und Bürger gehört, denn das Vorhaben wurde gemeinsam entwickelt und von einer Bürgerjury ausgewählt. So wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse der Anwohner und der Schulgemeinschaft in den Mittelpunkt rücken.
Veranstaltung zur Vernetzung und Weiterentwicklung
<pDoch das ist noch nicht alles! Am 11. September 2026 findet der GRÜNSTATTGRAU NETZWERKPARTNERTREFF Teil 1 statt. Unter dem Motto „NETZWERK – Gemeinsam stärker“ geht es darum, technische, rechtliche und organisatorische Herausforderungen zur Umsetzung der ersten begrünte Überspannung des Straßenraums in Wien zu lösen. Dies könnte die Aufenthaltsqualität im gesamten Stadtbild erheblich verbessern und eine Kühlung des Straßenraums mit sich bringen, was gerade für vulnerable Gruppen von großem Vorteil ist.
Das Projekt ist also nicht nur ein einmaliges Vorhaben, sondern ein Teil eines größeren Plans zur Verbesserung des Stadtklimas. Man spricht hier von der Entwicklung von Laubenkonstruktionen, die den Straßenraum überspannen – und dabei die mikroklimatischen Wirkungen dieser Maßnahmen genau zu messen. Das Ziel ist, das Potenzial solcher Begrünungsmaßnahmen für andere Städte und Gemeinden in Österreich zu erheben und die Ergebnisse übertragbar zu machen. So können wir uns auf eine grünere, lebendigere Stadt freuen!
