Heute ist der 5.05.2026 und der Schütte Lihotzky Park in Margareten hat einen spannenden neuen Anziehungspunkt: den Walk of Fem. Dieses beeindruckende Projekt ist ein wahres Zeichen für die Sichtbarkeit von Frauen, die über die Jahre hinweg oft im Schatten standen. Fünf Sterne leuchten hier für die Leistungen von Frauen in Kunst, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft – und das ist erst der Anfang. Die Initiative, die aus einem Antrag von NEOS Margareten hervorgegangen ist, wurde im politischen Prozess weiterentwickelt und hat mittlerweile auch die Unterstützung der KPÖ/LINKS Margareten erhalten. Es ist einfach genial, wie sich hier ein lebendiges Projekt entfaltet, das in der Zukunft noch viele weitere Sterne und Perspektiven hinzufügen möchte!

Ein Blick auf die ersten fünf geehrten Frauen zeigt, dass diese Auswahl nicht nur willkürlich getroffen wurde. Smaragda Berg, Helene Kafka, Margarete Schütte-Lihotzky, Ines Rieder und Helga Pankratz – jede von ihnen hat auf ihre eigene Art und Weise Geschichte geschrieben. Ihr Leben und Wirken repräsentiert unterschiedliche Lebensrealitäten und zeigt, wie vielfältig die Leistungen von Frauen sind. Das Ziel des Walk of Fem ist klar: die gesellschaftlichen Machtverhältnisse, die so lange Männer in den Vordergrund gerückt haben, zu hinterfragen und zu kritisieren.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Bezirksvorsteher Michael Luxenberger von den Grünen hat in seiner Eröffnungsrede betont, wie wichtig Sichtbarkeit und Erinnerungskultur sind. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagte er, und das gelingt mit diesem Walk auf jeden Fall. Es ist ein schöner Gedanke, dass Margareten hier eine moderne Erinnerungskultur etabliert, die nicht nur historische Würdigung bietet, sondern auch eine Haltung für die Gegenwart und Zukunft einnimmt.

Interessanterweise orientiert sich das Konzept des Walk of Fem an ähnlichen Projekten, wie dem Linzer „Walk of Fem“, der bereits seit 2020 besteht und von Künstlerinnen ins Leben gerufen wurde. Es ist bemerkenswert, wie solche Initiativen in unterschiedlichen Städten entstehen und sich gegenseitig inspirieren. Und hier in Wien – im Schütte-Lihotzky Park – haben wir nun auch unseren eigenen Ort, an dem wir innehalten und die Errungenschaften von Frauen feiern können.

Fortschritte und Herausforderungen

Wenn wir über die Sichtbarkeit von Frauen sprechen, dürfen wir nicht die historischen Meilensteine der Gleichstellung vergessen. Das Frauenwahlrecht, 1918 in Deutschland eingeführt, war ein entscheidender Schritt, ebenso wie die rechtliche Gleichstellung, die im Grundgesetz von 1949 verankert wurde. Doch trotz dieser Fortschritte sehen wir auch, dass strukturelle Ungleichheiten weiterhin bestehen – in der Arbeitswelt, im politischen Raum und in vielen anderen Lebensbereichen. Wichtig ist, dass wir diese Themen nicht aus den Augen verlieren.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Der Walk of Fem ist daher nicht nur ein Denkmal für die Vergangenheit, sondern auch ein Aufruf an uns alle, an der Gestaltung einer gerechteren Zukunft mitzuarbeiten. Die Stimmen der Pionierinnen, die hier gewürdigt werden, sind ein inspirierender Anstoß, um weiterhin für Gleichstellung und Sichtbarkeit zu kämpfen – auch für die Stimmen der LGBTIQ* Community und für all jene, die in der Gesellschaft marginalisiert werden.

So, während wir durch den Schütte Lihotzky Park schlendern und die Sterne bewundern, sollten wir uns bewusst machen, dass jeder Schritt auf diesem Walk of Fem auch ein Schritt in die richtige Richtung ist. Und das ist einfach nur großartig.