In Wien-Margareten gibt es seit kurzem einen Grund mehr zum Feiern! Die Erzdiözese Wien hat nun die 100. Photovoltaikanlage auf einem kirchlichen Gebäude in Betrieb genommen. Diese neue Anlage thront auf dem Flachdach der Kirche St. Florian und deckt beeindruckende drei Viertel des 630 m² großen Daches ab. Damit wird nicht nur die Kirche selbst, sondern auch das Pfarrhaus und der benachbarte Kindergarten mit umweltfreundlichem Sonnenstrom versorgt. Ein echter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit!

Die pfiffige Anlage, die eine Leistung von 55,8 kWp hat und über einen 45-kWh-Batteriespeicher verfügt, nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Erzbischof Josef Grünwidl bringt es auf den Punkt: Die Verantwortung für die Ressourcen der Erde ist uns allen anvertraut. Und Pfarrer Gerald Gump fügt hinzu, dass diese Initiative ein echter Beitrag zum Umweltschutz ist. Hier spürt man die Leidenschaft für die Schöpfung – und das in einem Stadtteil, der nicht unbedingt für seine grünen Initiativen bekannt ist.

Ein Zeichen des Wandels

Die Pfarre zur Frohen Botschaft, zu der die Kirche St. Florian gehört, ist die größte Pfarre Wiens und hat sich nicht nur dem Glauben, sondern auch der Umwelt verschrieben. Seit 2021 trägt sie das EU-Umweltmanagementsystem EMAS-Zertifikat und engagiert sich aktiv mit ihrem „Team Schöpfungsverantwortung“ für Klima- und Umweltschutz. Vorträge und Gottesdienste sollen das Bewusstsein für die Schöpfungsverantwortung fördern – ein Ansatz, der nicht nur in der Gemeinde, sondern weit darüber hinaus einen positiven Einfluss hat.

Doch das ist noch nicht alles. Die Pfarre plant, weitere Versorgungseinheiten im Rahmen einer Energiegemeinschaft zu installieren. Teilweise Inbetriebnahme ist für November 2025 angesetzt, der Vollbetrieb soll im Juni 2026 starten. Der Bezug von Netzstrom für die Pfarre wurde bereits deutlich reduziert, und mit einer jährlichen Investition von rund vier Millionen Euro in ökologische Baumaßnahmen wird klar, dass hier ernsthaft an einer nachhaltigen Zukunft gearbeitet wird. Die Gesamtinvestitionssumme für die 100 Photovoltaikanlagen beläuft sich auf 5,5 Millionen Euro. Da kann man nur den Hut ziehen!

Ein Zuhause für Bienen und mehr

Das Dach des linken Seitenschiffs der Kirche hat sogar noch mehr zu bieten: Dort finden drei Bienenvölker ein neues Zuhause. Diese kleinen Helfer sind nicht nur wichtig für die Umwelt, sondern tragen auch dazu bei, das ökologische Gleichgewicht in der Umgebung zu fördern. Die Pfarre unterstützt zudem Entwicklungs- und Umweltschutzprojekte in Südindien durch das Projekt „Vanakkam“. Das zeigt, dass hier nicht nur lokal gedacht, sondern auch global gehandelt wird.

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In einer Zeit, in der der Klimawandel und Umweltschutz immer drängendere Themen werden, geht die Erzdiözese Wien mit gutem Beispiel voran. Sie zeigt, dass Glaube und Verantwortung für die Schöpfung Hand in Hand gehen können. Und wer weiß, vielleicht inspiriert dieses Engagement auch andere Gemeinden, ähnliche Schritte zu wagen. Ein bisschen Sonne für alle – das klingt doch nach einem Plan!