Heute ist der 6. Juni 2026 und in Siebenhirten, wo die Luft nach frisch gemähtem Gras und ein bisschen Schweiß riecht, hat sich ein spannendes Fußballspiel zwischen dem SC Siebenhirten und USC Perchtoldsdorf abgespielt. Der Endstand? 3:4! Ja, es war ein echtes Spektakel, das die Zuschauer auf der Kante ihrer Sitze hielt. Die ersten 45 Minuten gehörten jedoch ganz den Gästen aus Perchtoldsdorf, die mit einem 0:2 in die Halbzeit gingen. Martin Axmann und Lucas Kneissl waren die Architekten dieses Vorsprungs, wobei Kneissl in der 27. Minute gleich noch einmal zuschlug. Die Siebenhirtener hatten in der ersten Halbzeit Mühe, ins Spiel zu finden, aber das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern.
Trainer Wolfgang Quinz war sichtlich stolz auf sein Team, das trotz einer dezimierten Bank – nur ein 15-jähriger U16-Spieler war als Wechselspieler dabei – kämpfte, als ginge es um alles. Nach dem ersten Treffer von Sekou Keita in der 48. Minute schien die Wende greifbar. Das 2:2 durch Noel Hintermüller nur eine Minute später ließ die Hoffnungen der Fans aufblühen. Doch das Glück wendete sich schnell. Lazar Erak brachte Perchtoldsdorf in der 66. Minute wieder in Führung, und Kneissl schnürte seinen Doppelpack in der 74. Minute. Ein weiterer Treffer von Alper Önder in der Nachspielzeit sorgte zwar für ein bisschen Hoffnung, aber der Schlusspfiff kam einfach zu früh.
Ein Spiel voller Emotionen
Quinz meinte, dass die Mannschaft einen Punkt verdient hätte – und ganz ehrlich, das wäre auch nicht unverdient gewesen. Es war ein Spiel voller Emotionen, in dem die Siebenhirtener oftmals die besseren Chancen hatten. Nach dem 1:0 für Perchtoldsdorf wurde das Spiel ausgeglichener, und der Trainer lobte die Leistung seiner Spieler. Man könnte fast sagen, die Siebenhirtener spielten mit einem Herz aus Stein, das sich nicht einfach so brechen ließ. Übrigens, die Schiedsrichterleistung wurde als in Ordnung bewertet, auch wenn es eine strittige Szene im Strafraum gab, die die Gemüter erhitzte.
Das die Siebenhirtener einen echten Kampfgeist zeigen, ist keine Überraschung. In einer früheren Begegnung gegen Perchtoldsdorf überraschten sie bereits, als sie ein 1:1 erzielten – und das gegen einen Titelaspiranten! Da war es nicht einfach, klare Chancen zu erarbeiten, aber die Siebenhirtener verteidigten gut und hatten sogar eine Möglichkeit zur Führung, nachdem ein kurioser Rückpass von Perchtoldsdorf kam. Trainer Dario Kukic von Perchtoldsdorf hatte in dieser Partie sichtlich Schwierigkeiten, sein Team auf Kurs zu bringen.
Ein Blick auf die Liga
Der SC Siebenhirten steht momentan auf dem 13. Platz in der 1. Klasse Ost, und die Situation ist angespannt. Wie in Österreich üblich, ist das Ligasystem hierarchisch – Aufstieg und Abstieg sind Teil des Spiels. In der aktuellen Saison kämpfen rund 3200 Mannschaften in 269 Ligen um Ruhm und Ehre. Die höchste Spielklasse, die Admiral Bundesliga, lässt die besten Teams um die Staatsmeisterschaft kämpfen. Die Regionalliga, wo auch der SC Siebenhirten spielt, ist die höchste Amateurklasse und somit für viele Spieler der erste Schritt in Richtung Profifußball.
In Wien sind die Ligen mit Reserve-Teams gekoppelt, was bedeutet, dass hier stets ein reger Austausch zwischen den ersten und zweiten Mannschaften stattfindet. Obwohl die Siebenhirtener in dieser Saison einige Rückschläge einstecken mussten, bleibt Quinz optimistisch für die letzten beiden Spiele. Vielleicht kann die Mannschaft ja noch ein paar Punkte sammeln und dem drohenden Abstieg entkommen. Die Fans hoffen es, denn die Leidenschaft für den Fußball ist in Siebenhirten ungebrochen.
