Es ist Sommer 2023 und die Wiener Öffis stecken mitten in einem riesigen Umbauprojekt. Die Modernisierung der Schnellbahn-Stammstrecke, U-Bahn-Arbeiten und der Ausbau der Verbindungsbahn stellen die Fahrer vor Herausforderungen, die sie so noch nicht erlebt haben. Aber keine Sorge, ÖBB und Wiener Linien zeigen sich optimistisch. Schließlich laufen die Vorbereitungen schon seit mehreren Jahren, und die enge Abstimmung zwischen den beiden Unternehmen, unterstützt vom Österreichischen Institut für Raumplanung (ÖIR), verspricht ein umfassendes Ersatzkonzept.
Das klingt doch vielversprechend, oder? Ein Blick auf die U-Bahn-Fahrpläne verrät, dass die U1 etwa alle 2,20 Minuten kommt, während die U2 mit einem Intervall von 3:20 Minuten aufwartet. Die U4 fährt ebenfalls flott, mit einem Takt von 3 bis 3:20 Minuten, und die U6 ist mit 2:40 Minuten recht zügig unterwegs, sogar mit einem Reservezug in der Morgenspitze. Das ist mal ein Wort!
Straßenbahn und Busverkehr im Fokus
Doch nicht nur die U-Bahn ist betroffen. Auch bei den Straßenbahnen gibt es einige Änderungen. Die Linie O wird auf ein Fünf-Minuten-Intervall verdichtet, und das ausschließlich mit Langfahrzeugen – also keine kleinen Waggons mehr! Außerdem wird sie im Straßenverkehr zusätzlich bevorrangt. Auf der Linie 62 müssen sich Fahrgäste auf ein Intervall von 7:30 Minuten einstellen, da sie über Matzleinsdorfer Platz und Hauptbahnhof bis zum Quartier Belvedere umgeleitet wird.
Ein weiteres Highlight ist die geplante Verlängerung der Linie 18, die ab Herbst eine neue Verbindung zwischen dem 2. und 3. Bezirk schafft. Damit kommen sieben neue Haltestellen ins Spiel, und der Umstieg zu fünf U-Bahn- und acht S-Bahn-Linien wird erheblich erleichtert. Unter anderem wird es eine direkte Anbindung zur S7 Richtung Flughafen geben. Das ist doch mal eine gute Nachricht für alle Reisenden!
Um die U6 zu entlasten, richtet die ÖBB zudem einen Direkt-Shuttlebus von Bahnhof Wien Meidling zur U4-Station Längenfeldgasse ein. In nur sechs Minuten soll man dann am Ziel sein. Klingt nach einer praktischen Lösung, oder? Und um den Fahrgästen die Umstellungen zu erleichtern, gibt es zusätzliche Infopersonen in den Stationen Meidling, Hauptbahnhof, Praterstern, Landstraße Matzleinsdorfer Platz, Quartier Belvedere und Stadion. Mehr Sicherheitspersonal an den vier erstgenannten Bahnhöfen sorgt zusätzlich für ein besseres Gefühl beim Reisen.
Die Stimmen der Grünen
Doch nicht alles läuft ohne Kritik. Die Grünen befürworten zwar die Modernisierung, aber sie sind auch der Meinung, dass die Ersatzangebote unzureichend sind. Sie fordern dichtere Intervalle bei den Bim-Linien O und D sowie bei den U-Bahn-Linien. Ihre Vorschläge beinhalten unter anderem freie Fahrt für alle Bims, temporäre Radwege und eine Aufstockung der Leihräder. Außerdem setzen sie sich für die Rückkehr des 365-Euro-Tickets und Rabatte für betroffene Klimaticket-Pendler ein, die durch die schlechteren Öffi-Leistungen im Sommer belastet werden.
Insgesamt ist das, was hier in Wien passiert, ein durchaus spannendes Unterfangen. Die Modernisierungsmaßnahmen erinnern an die Aktivitäten des RMV in Hessen, wo auch viel Wert auf eine attraktive Wegekette gelegt wird. Mit dem Ziel, den Schienenverkehr durch Neubauten und die Optimierung von Takten zu verbessern, wird auch hier der Fokus auf Barrierefreiheit und moderne Fahrzeuge gelegt. Eine spannende Zeit für alle Mobilitätsbegeisterten!
Schließlich bleibt zu hoffen, dass all die Maßnahmen nicht nur das Chaos in den Griff bekommen, sondern auch dazu beitragen, dass wir in Zukunft noch besser durch Wien kommen. Ob das alles tatsächlich so glatt verläuft, bleibt abzuwarten – wir sind gespannt!
