Im Schatten der Schönheit: Die Maskerade der falschen Ärztin in Wien
Heute ist der 23.07.2026, und während die Sonne über Wien strahlt, beginnt am Wiener Landesgericht ein Verfahren, das die Gemüter erregt. Im Mittelpunkt steht eine 45-jährige Frau, die sich als Beauty-Ärztin ausgegeben hat. Doch die Realität sieht anders aus: Ihr drohen mehrere Jahre Haft, und das aus gutem Grund. Es wird ihr vorgeworfen, zahlreichen Patientinnen schwere Gesundheitsschäden zugefügt zu haben. Die Vorwürfe sind mehr als ernst und die Liste der Anklagepunkte lang.
Die Frau wird beschuldigt, in 39 Fällen schwere Körperverletzung begangen zu haben. Darüber hinaus muss sie sich wegen minder schwerer Körperverletzung in Dutzenden weiteren Fällen verantworten. Kurpfuscherei, Untreue und schwerer gewerbsmäßiger Betrug stehen ebenfalls auf der Anklagebank. Wenn das Gericht sie verurteilt, könnte sie bis zu zehn Jahre hinter Gittern verbringen. Eine harte Strafe für jemanden, der sich in einer Branche bewegt, die oft mit unerfüllten Erwartungen und Schönheitsidealen zu kämpfen hat.
Die Machenschaften der falschen Ärztin
Zwischen 2021 und 2023 soll die Angeklagte regelmäßig Botox und Hyaluron gespritzt haben – ohne die erforderliche Ausbildung. Diese unrechtmäßigen Behandlungen, die nur von ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden dürfen, führten zu gravierenden, teilweise nachhaltigen Schäden. Infektionen, Schwellungen und sogar Narbenbildungen waren in vielen Fällen die Folge. Ein medizinisches Gutachten hat bestätigt, dass die Gesundheitsschädigung bei einigen Betroffenen mehr als 24 Tage andauerte. In über 50 weiteren Fällen klagten die Frauen über Blutergüsse und Kopfschmerzen. Das ist schon eine ganz schön erschreckende Bilanz!
Doch das ist längst nicht alles. Auch in finanzieller Hinsicht wird der Frau ein großes Unrecht vorgeworfen. Als Geschäftsführerin soll sie Gelder abgezweigt haben, um ihren aufwendigen Lebensstil zu finanzieren. Es wird vermutet, dass der inkriminierte Schaden die strafbestimmende Wertgrenze von 300.000 Euro übersteigt. Und als ob das nicht genug wäre, soll sie auch die Kosten für die Erstellung einer Website als Auftraggeberin nicht bezahlt haben. Das ist ja fast schon grotesk!
Die Folgen für die Betroffenen
Die Auswirkungen ihrer Machenschaften sind nicht zu unterschätzen. Es geht hier nicht nur um ein paar Schönheitsbehandlungen. Die Frauen, die sich in ihrer Obhut befanden, litten unter ernsthaften gesundheitlichen Problemen. Die Vorstellung, dass jemand, der sich als Arzt ausgibt, solche Eingriffe vornimmt, ohne das nötige Wissen zu haben, ist einfach schockierend. Es zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, sich gründlich über die Qualifikationen von Gesundheitsdienstleistern zu informieren.
Die Angeklagte wurde am 23. Mai in Paris festgenommen und anschließend nach Wien überstellt. Momentan befindet sie sich in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Josefstadt. Die Unschuldsvermutung gilt für sie, bis das Gericht zu einem Urteil kommt. Doch die Vorwürfe sind so schwerwiegend, dass die Öffentlichkeit mit Spannung auf den Prozess blickt. Schafft es die Angeklagte, ihre Unschuld zu beweisen, oder wird sie für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen? Die kommenden Tage werden zeigen, in welche Richtung sich dieser Fall entwickelt.
