In Wien, wo die Stadtgrünflächen mit Leben gefüllt sind, starten die StadtGartln im 21. und 22. Bezirk in ihre zweite Saison. Am Freitag, dem 17. April, fand der offizielle Saisonauftakt statt, bei dem sich Vertreter der Stadt, darunter Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ), einfinden, um die Gemeinschaft und die Freude an der Natur zu feiern. Die Eröffnung wurde durch eine gemeinsame Jause an beiden Standorten begleitet, die den Gärtnerinnen und Interessierten die Möglichkeit bot, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit GB, ARWAG und der Wiener Standortentwicklung GmbH ins Leben gerufen wurde, bietet 49 Familien die Gelegenheit, ein vollständiges Gartenjahr zu erleben. Die Parzellen sind zwischen 70 und 110 Quadratmeter groß, durch natürliche Hecken voneinander getrennt und mit überdachten Pergolen ausgestattet. Hier können nicht nur Obst und Gemüse angebaut, sondern auch gemeinschaftliche Aktivitäten wie Grillen stattfinden. Die Gärten in der Julius-Ficker Straße 31, die speziell für Familien mit Kindern vorgesehen sind, und am Biberhaufenweg 18, bieten somit einen Raum für Begegnung und Erholung.

Ein grünes Abenteuer für alle

Mit einer hohen Nachfrage von rund 10.000 Anmeldungen für die Gärten im Sommer 2025 ist es nicht verwunderlich, dass die Parzellen per Los vergeben wurden. Die Nutzung der Gärten erfolgt zu niedrigen Mietkosten und ist zeitlich auf 3,5 Jahre befristet. Aktuell ist keine Anmeldung für Parzellen möglich, doch die lebendige Gemeinschaft rund um das Wiener StadtGartl zeigt, dass der Anbau von eigenem Gemüse und die Pflege sozialer Kontakte einen hohen Stellenwert haben. Es ist eine bunte Mischung aus Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Hintergründe, die sich hier zusammenfinden, um das grüne Paradies zu gestalten.

Die Stadt Wien nutzt brachliegende Flächen für persönliche Gartenflächen, was nicht nur der Umwelt, sondern auch dem sozialen Miteinander zugutekommt. Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung (GB*) fördert diese Initiative, die nicht nur der Selbstversorgung dient, sondern auch einen Platz für naturnahe Erholung schafft. Gartenworkshops und Pflanzaktionen zum Saisonstart laden die Beteiligten ein, ihr Wissen zu erweitern und ihre Gärten aktiv zu gestalten.

Ein Teil der Urban Gardening-Bewegung

Die StadtGartln sind nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch Teil einer größeren Bewegung: den städtischen Gemeinschaftsgärten. Diese grünen Oasen, die in den 70er Jahren in New York entstanden und seit den 90er Jahren einen Aufschwung erleben, bieten nicht nur einen Platz für den Anbau von Lebensmitteln, sondern fördern auch soziale Vernetzung und Umweltbewusstsein. In Deutschland gibt es mittlerweile fast 750 Gemeinschaftsgärten, die die Lebensqualität in urbanen Räumen verbessern.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Gemeinschaftsgärten stärken den sozialen Zusammenhalt und bieten Plattformen für transkulturellen Austausch. Sie fördern nicht nur die körperliche Aktivität und den Zugang zu frischen Lebensmitteln, sondern haben auch eine Bildungsfunktion, indem sie Wissen über Pflanzen und Nachhaltigkeit vermitteln. In einer Zeit, in der städtische Gebiete mehr und mehr an Bedeutung gewinnen, sind solche Initiativen ein wertvoller Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität.

So bleibt zu hoffen, dass die Wiener StadtGartln auch in Zukunft zahlreiche Menschen inspirieren und einen Ort der Ruhe und des gemeinschaftlichen Schaffens bieten. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung für eine nachhaltige und lebenswerte Stadt.