Am Montagvormittag fand der 13. Gemeinderat der Wiener Gemeinderätinnen und Gemeinderäte statt, bei dem eine Vielzahl an Themen auf der Agenda stand. Von der Sportförderung bis zur umstrittenen Lobau-Schnellstraße wurde alles diskutiert. Ein zentrales Anliegen war die Resolution gegen Kernenergie, die eine klare abgelehnte Haltung der Stadt dazu bekräftigte. Die Bundesregierung wird in diesem Zusammenhang gebeten, sich gegen die Einstufung der Kernenergie als nachhaltige Investition auszusprechen. Diese Resolution wurde als Allparteienantrag von SPÖ, NEOS, FPÖ, Grünen und ÖVP unterstützt.

In der sogenannten „Fragestunde“ wurde auch das Thema Kindergärten angeschnitten. Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (NEOS) informierte die Anwesenden darüber, dass der Kinderbetreuungsverein Abendstern 490.000 Euro Fördergeld zurückgezahlt hat. Hierbei wurden die durchschnittlichen Kostensätze städtischer Kindergärten von 13.500 Euro pro Jahr im Vergleich zu privaten Trägern mit 9.090 Euro hervorgehoben. Städtische Einrichtungen bieten zudem mehr Integrations- und heilpädagogische Gruppen, was zu höheren Personalkosten führt.

Integration und Sportförderung im Fokus

In der „Aktuellen Stunde“ wurde schließlich das Thema Integration intensiv debattiert. Hierbei äußerten sich Gemeinderätin Caroline Hungerländer (ÖVP) und Alexandra Rezaei (SPÖ) kritisch über den fehlenden Integrationsmonitor und die damit verbundenen Herausforderungen. Rezaei wies auf die Engpässe bei der Polizei hin, was die Problematik noch verstärkt. Diese Diskussion fand vor dem Hintergrund statt, dass die Sportförderung um 12,5 Prozent erhöht wurde, um Events wie die Special Olympics 2026 in Wien zu unterstützen.

Der Gemeinderat genehmigte zudem einen Rahmenbetrag für das Förderprogramm Wiener Sportförderungsbeitrag 2026. Es wurde betont, wie wichtig der Sport für die Gesellschaft ist. GRin Ingrid Korosec (ÖVP) sprach von der verbindenden Rolle des Sports und forderte parteiübergreifende Unterstützung für die Special Olympics, bei denen 1.800 Sportlerinnen teilnehmen werden. Auch der Verein Special Olympics Österreich, Landesverband Wien, erhält eine Förderung, die besonders für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung von Bedeutung ist.

Neue Sportstätten und Barrierefreiheit

Die Eröffnung eines neuen Stadions des Sport-Clubs in Hernals, das Platz für bis zu 5.600 Zuschauerinnen bietet, wurde ebenfalls bekannt gegeben. Das Stadion erhält eine UEFA-Freigabe für verschiedene Sportarten, einschließlich Frauenfußball und American Football. Besonders hervorzuheben ist, dass 20 Prozent der Nutzungszeit des Stadions dem Breitensport gewidmet sind. Unterdessen kritisierte GR Theodor Felix Löcker (GRÜNE) die bestehenden Benachteiligungen für Menschen mit Behinderungen und wies auf die Wartelisten für vollbetreute Wohnplätze hin.

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Die Bedeutung von Inklusion und Integration im Sport wird auch durch das Förderungsprogramm zur Unterstützung von Sportprojekten in den Bereichen Gleichstellung, Integration und Inklusion unterstrichen. Anträge dafür können bis zum 4. Mai 2026 eingereicht werden. Ziel ist es, innovative Ideen zu fördern, die den gleichberechtigten Zugang zum Sport für alle ermöglichen. Die Voraussetzungen sind klar definiert: Förderungen von bis zu 150.000 Euro pro Projekt sollen dazu beitragen, Strukturen zu schaffen, die jedem die Teilhabe am Sport ermöglichen.