In der Inneren Stadt von Wien geht’s momentan drunter und drüber! Nicht nur der Glanz der historischen Gebäude zieht die Menschen an, sondern auch die Tuning- und Poserszene sorgt für ordentlich Unruhe. Man könnte beinahe meinen, die Asphalt-Helden haben sich hier ein ganz eigenes Revier erobert. Doch die Geduld der Behörden scheint nun erschöpft zu sein. Polizei und Bezirksvorstehung haben verstärkte Kontrollen angekündigt – und zwar mit Nachdruck! Am letzten Wochenende im Juni fand die vierte groß angelegte Schwerpunktaktion statt, bei der die Ordnungshüter nicht gerade zimperlich waren.

Was genau passierte? Nun, die Bilanz spricht Bände: 89 Alkoholvortests wurden durchgeführt, 73 Anzeigen erstattet und 27 Organmandate ausgestellt. Besonders brisant: Acht Fahrzeuge wurden zur Landesfahrzeugprüfstelle gebracht, und Techniker stellten gleich 15 schwere Mängel fest. Bei einem Auto war sogar Gefahr im Verzug! Walter Hillerer, der Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, macht deutlich, dass das kein Spaß ist – die Kontrollen sind ein klares Signal an all jene, die im Straßenverkehr uneinsichtig auftreten. Entschlossenheit ist hier das Stichwort, und ein Ende der Kontrollaktionen ist nicht in Sicht.

Die Lage im größeren Kontext

Das Geschehen in Wien ist kein Einzelfall. Auch in anderen deutschen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt haben die Behörden ähnliche Aktionen angekündigt. Dort geht’s ebenfalls gegen Raserei und illegale Umbauten an Autos. Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul nichts gegen tiefergelegte Autos hat, solange sie verkehrssicher sind. Sicherheit muss schließlich immer an erster Stelle stehen!

So eine Kontrolle kann schnell zum Albtraum werden – nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Tuner, die am Karfreitag – dem sogenannten „Car-Freitag“ – stolz ihre Meisterwerke präsentieren. Im Vorjahr wurden in Nordrhein-Westfalen bei einer ähnlichen Aktion fast 3.000 Ordnungswidrigkeiten angezeigt und rund 4.000 Verwarngelder erhoben. Das zeigt, dass die Behörden es ernst meinen.

Rechtliche Grundlagen im Tuning-Dschungel

Jetzt mal ehrlich – wer von uns hat nicht schon mal von einem coolen Umbau geträumt? Individualisierung von Fahrzeugen ist total im Trend. Aber Vorsicht! Nicht alle Tuning-Maßnahmen sind rechtlich unbedenklich. Veränderungen am Fahrzeug können dazu führen, dass die Betriebserlaubnis erlischt oder sogar strafbar werden. Die rechtlichen Grundlagen dafür sind in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) und dem Kraftfahrtgesetz festgelegt.

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Es gibt klare Regeln, die besagen, dass jede Modifikation die Verkehrssicherheit und die Umwelteigenschaften berücksichtigen muss. Andernfalls drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch Probleme bei der Hauptuntersuchung oder sogar der Verlust des Versicherungsschutzes. Wenn man sich überlegt, dass man für unzulässige Veränderungen bis zu 5.000 Euro verlieren kann – da kann einem schon schwindelig werden!

Die Unterschiede zwischen eintragungsfreien, eintragungspflichtigen und verbotenen Modifikationen sind ebenfalls wichtig. Eintragungsfreie Umbauten wie einfache optische Veränderungen sind okay, während alles, was das Fahrwerk betrifft, oft eine Einzelabnahme beim TÜV benötigt. Und die kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Man fragt sich: Ist der Spaß das Risiko wert?

Jeder Fahrzeughalter trägt die Verantwortung für die Verkehrssicherheit. Unzulässige Modifikationen können nicht nur zu Bußgeldern führen, sondern auch straf- und zivilrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Also, bevor man das Gaspedal durchdrückt und mit einem krawalligen Sound durch die Straßen düst, sollte man vielleicht doch einen Blick in die Vorschriften werfen – es könnte sich lohnen!