In der malerischen Gemeinde Oberhaag wird die Notfallversorgung durch einen ganz besonderen Mann gestärkt: Matteo Milcev. Seit Oktober 2025 ist er als Rettungssanitäter im Einsatz und bringt wertvolle Erfahrungen als Leitstellenmitarbeiter mit. Durch eine innovative App kann er sich einsatzbereit melden und wird bei einem Notruf in seiner Nähe direkt auf sein Mobiltelefon alarmiert, inklusive aller wichtigen Einsatzdetails. Dies ermöglicht es ihm, unverzüglich auszurücken und lebensrettende Maßnahmen einzuleiten, lange bevor der Rettungsdienst eintrifft.
Mit modernsten Geräten zur Blutdruck- und Blutzuckerkontrolle, einem Pulsoxymeter und Material für die Erstversorgung ist Milcev bestens ausgestattet. Bürgermeister Ernst Haring lobt nicht nur die Initiative, sondern auch die Qualifikation von Matteo Milcev, der durch seine schnelle Reaktionszeit und Fachkenntnisse einen unschätzbaren Beitrag zur Sicherheit der Gemeinde leistet. Diese Form der Notfallversorgung ist nicht nur ein Lichtblick für Oberhaag, sondern auch Teil eines größeren Trends, der sich in vielen ländlichen Regionen zeigt.
Die Rolle der First Responder
First Responder sind speziell ausgebildete Ersthelfer, die parallel zum regulären Rettungsdienst alarmiert werden. Ihr Ziel ist es, das „therapiefreie Intervall“ zu verkürzen, also die Zeit zwischen einem Notfall und der ersten medizinischen Versorgung. Diese schnellen und qualifizierten Maßnahmen können entscheidend für den Heilungsprozess sein und helfen dabei, die Behandlungszeit zu verkürzen.
In Deutschland, wie auch in Österreich, kommen Ehrenamtliche oft schneller an den Notfallort als der örtliche Rettungsdienst – besonders in ländlichen Gebieten, wo der Zugang zu sofortiger medizinischer Hilfe eingeschränkt sein kann. Die First Responder Teams bestehen aus Einsatzsanitätern, Rettungssanitätern und Notfallsanitätern, die allesamt speziell geschult sind, um in kritischen Situationen schnell und effektiv zu handeln.
Ein Blick in die Zukunft
Die Marktgemeinde St. Veit in der Südsteiermark befasst sich ebenfalls intensiv mit der Stärkung der Ortskerne und der nachhaltigen Lebensqualität. Durch Investitionen in die Infrastruktur und enge Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark sowie der TU Graz soll die Lebensqualität in den Gemeinden erhöht werden. In diesem Kontext ist die Notwendigkeit der Bürokratieentlastung besonders wichtig. Eine Reduzierung der Vorschriften um 5 bis 10 Prozent könnte nicht nur den Unternehmen helfen, sondern auch den Gemeinden mehr Spielraum für solche wichtigen Projekte geben.
Das Engagement von Matteo Milcev und der Aufbau von First Responder-Teams sind daher nicht nur lokale Initiativen, sondern Teil eines umfassenden Systems, das darauf abzielt, die Gesundheitsversorgung in ganz Österreich zu verbessern. Es bleibt zu hoffen, dass weitere Gemeinden diesem Beispiel folgen und so einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit ihrer Bürger leisten.