Heute ist der 27.06.2026 und wir finden uns unter St. Veit wieder – ein Ort, der mit seinen charmanten Ecken und Winkeln das Herz vieler Wiener höher schlagen lässt. Doch während hier die Sonne strahlt, gibt es in Klagenfurt dunkle Wolken, die über den Schulen hängen. Die Meldungen über den desolaten Zustand der Bildungsstätten sind alarmierend. Mitte April stürzte ein Teil der Decke in der Mittelschule St. Peter ein – eine Situation, die nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern in Angst und Schrecken versetzte. Ein ganzes Stockwerk wurde vorübergehend gesperrt, und irgendwo in den Hinterzimmern der Stadtverwaltung war man wohl nicht allzu begeistert von dieser Entwicklung.

Gleichzeitig drohte auch die Decke des Turnsaals in der Volksschule Spitalberg einzustürzen, stark vernässt und alles andere als einladend. Und als ob das nicht genug wäre, regnete es Anfang Juni in die Sporthalle der Mittelschule St. Ruprecht. Dort wurde das Wasser mit Planschbecken aufgefangen – eine wirklich absurde Vorstellung, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um eine Bildungseinrichtung handelt. Diese Vorfälle zeigen auf erschreckende Weise, wie sehr die Klagenfurter Schulen unter dem Druck der Zeit und der politischen Versäumnisse leiden. Viele dieser Gebäude haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, und die dringend benötigten Sanierungen sowie Neubauten wurden über Jahre hinweg aufgeschoben.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Verantwortung für diese maroden Zustände liegt bei der Stadt, die sicherstellen muss, dass von ihren Gebäuden keine Gefahr für Menschen oder Eigentum ausgeht. Laut ÖNORM sollten Objektsicherheitsprüfungen mindestens einmal jährlich sowie nach Naturereignissen durchgeführt werden. Dabei sollen Schäden, bauliche Mängel, Stolperfallen, Hygieneprobleme und die Einbruchssicherheit überprüft werden. Doch hier wird’s knifflig: Das Facility Management verweigert die Herausgabe der Prüfungsprotokolle. Diese gelten als geistiges Eigentum des Sachverständigen. Ein Gedankenblitz: Wie kann es sein, dass Bildungsreferent Ronald Rabitsch (SPÖ) und die Direktoren keinen Zugang zu diesen Protokollen haben? Schließlich tragen sie die Verantwortung für das Wohl ihrer Schüler.

Rabitsch fordert mehr Transparenz – ein vernünftiger Schritt, wenn man bedenkt, dass die letzte Überprüfung 2025 erfolgte und die Protokolle existieren. Stadtrat Julian Geier (ÖVP) ist überzeugt, dass es nichts zu verbergen gibt. Ein Treffen ist für den 8. Juli geplant, bei dem Geier, Fachabteilungen, Rabitsch und die Direktoren zusammenkommen wollen. Das klingt vielversprechend, oder? Angela Hensel, die Direktorin der Volksschule St. Peter, fordert ebenfalls Sicherheit und Einsicht in die Protokolle. Norbert Lamprecht, Direktor der Mittelschule St. Peter, übt scharfe Kritik am Zustand seines Gebäudes aus den 1970er-Jahren und dem Mangel an Sanierung – und das ist mehr als verständlich.

Ein Ausblick auf Veränderungen

Es bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen den Worten Taten folgen lassen. In einer Stadt, die so viel zu bieten hat, sind die Schulen eine Grundpfeiler der Gemeinschaft. Sie sollten Orte des Lernens und der Sicherheit sein. Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Politik endlich aufwacht und die Ärmel hochkrempelt. Denn wenn nicht jetzt, wann dann? Klagenfurt braucht frischen Wind in der Bildungspolitik und mutige Entscheidungen. Nur so können wir sicherstellen, dass unsere Kinder in einer Umgebung lernen, die ihnen auch gerecht wird. Sonst bleibt nur die Frage: Wer kümmert sich um die Zukunft unserer Schulen? Es bleibt spannend.

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