Heute ist der 24.06.2026, und in Unter St. Veit trauern viele um einen besonderen Menschen. Johann Peter Peteln, ein engagiertes Mitglied der Feuerwehr Völkermarkt und ein wahrer Kamerad, ist am 20. Juni im Alter von 89 Jahren verstorben. Mehr als 70 Jahre seines Lebens widmete er der Feuerwehr, wo er verschiedene Funktionen ausfüllte – unter anderem als Kassier und Zugskommandant. Diese Leidenschaft, die in seinem Leben einen bedeutenden Platz einnahm, begann in seiner Heimat, als er am 5. Dezember 1937 in Boryslaw, Polen (heute Ukraine) das Licht der Welt erblickte.

Seine Kindheit verbrachte er in St. Veit, wo er die Volksschule besuchte, und später in Bleiburg, wo seine Großeltern ein neues Zuhause fanden. 1952 erwarb seine Familie ein Grundstück in Völkermarkt und gründete das Reifenhaus Peteln. Ein Schritt, der Johann auf den Weg zu seiner beruflichen Laufbahn als Vulkaniseurmeister führte. Gerne erinnert man sich an die Zeit, als er den elterlichen Betrieb übernahm und diesen bis zur Pensionierung erfolgreich leitete. Mit seiner ersten Frau hatte er zwei Kinder – eine Tochter und einen Sohn – und mit seiner zweiten Frau Viktoria, die er 1981 kennenlernte und 1996 heiratete, bekam er eine weitere Tochter. Gemeinsam bereisten sie die Welt, von der Karibik über Brasilien bis zur griechischen Insel Kreta, die sie insgesamt 17 Mal besuchten, bevor die Corona-Pandemie ihre Reisen ein wenig ausbremste.

Ein Leben im Dienste der Gemeinschaft

Die Feuerwehr war für Johann Peteln mehr als nur ein Hobby; sie war sein Lebenswerk. Die Feuerwehr Völkermarkt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, die 1869 mit der Anschaffung der ersten Metz-Spritze begann. Diese wurde am 2. August 1870 durch Ferdinand Jergitsch an die Feuerwehr übergeben. 103 aktive Mitglieder zählten sie bereits 1871 – eine Gemeinschaft, die, ähnlich wie Johann, fest zusammenhielt. Über die Jahre entwickelte sich die Feuerwehr ständig weiter, leistete wichtige Beiträge in Krisenzeiten und war sogar aktiv am Kärntner Abwehrkampf beteiligt. Johann trug mit seinem unermüdlichen Einsatz dazu bei, dass die Feuerwehr nicht nur ein Ort des löschenden Feuers war, sondern auch ein Raum für Freundschaft und Gemeinschaft.

Die Trauerfeier für Johann findet am 25. Juni um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Ruprecht statt, das Begräbnis folgt am 26. Juni um 10.30 Uhr. Es wird ein Moment sein, um das Leben eines Mannes zu feiern, der nicht nur in der Feuerwehr, sondern auch in seiner Familie eine tragende Rolle spielte. Seine Kinder und Enkel werden ihn in liebevoller Erinnerung bewahren, während die Feuerwehr Völkermarkt eines ihrer treuesten Mitglieder vermissen wird. In den letzten Jahren hatte Johann immer wieder von seinen Erlebnissen und Reisen erzählt, und seine Geschichten werden in den Herzen der Menschen weiterleben.

Die Feuerwehr Völkermarkt hat im Laufe der Jahre viele Veränderungen durchlebt – von der Gründung der Feuerwehrmusik im Jahr 1871 bis hin zu modernen Entwicklungen wie der Einführung neuer Alarmierungssysteme und der ersten weiblichen Mitglieder im Jahr 2004. Johann war Zeuge all dieser Veränderungen und hat sie aktiv mitgestaltet. Die Gemeinschaft, die er so sehr liebte, wird seine Verdienste und seine Leidenschaft nie vergessen. Ein Leben, das nicht nur geprägt war von beruflichem Erfolg, sondern auch von einem tiefen Sinn für Gemeinschaft und Menschlichkeit.

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