Sonnenschein und Schattenseiten: Hautschutz im Wiener Sommer
Heute ist der 16.07.2026 und wir sind mitten im Sommer in Hietzing. Die Sonne strahlt, die Temperaturen klettern und das Leben zieht nach draußen. Doch während wir die warmen Tage genießen, sollten wir uns bewusst sein, dass der Sommer auch seine Schattenseiten hat – insbesondere für unsere Haut. Mit steigender UV-Strahlung kommt ein erhöhtes Risiko für Hautschäden. Und mal ganz ehrlich: Es gibt keine „gesunde Bräune“. Das ist einfach die Haut, die auf UV-Schäden reagiert. Sonnenbrände sollten wir auf jeden Fall vermeiden, denn jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
In Österreich ist die Anzahl der Melanom-Erkrankungen beunruhigend gestiegen. Von 1.364 Fällen im Jahr 2018 auf 1.683 im Jahr 2023. Besonders betroffen sind Männer zwischen 50 und 74 Jahren, was die Sache umso alarmierender macht. Melanome sind bösartige Hauttumoren, die von den pigmentbildenden Zellen der Haut ausgehen und für die meisten Todesfälle durch Hautkrebs verantwortlich sind. Deshalb ist es entscheidend, sich selbst regelmäßig zu untersuchen und Veränderungen der Haut ernst zu nehmen. Ein wichtiges Werkzeug dafür ist die ABCDE-Regel zur Hautbeobachtung: Asymmetrie, Begrenzung, Color (Farbe), Durchmesser und Entwicklung. Wenn ihr bei einem Muttermal etwas Ungewöhnliches bemerkt, ist es höchste Zeit für einen Besuch beim Dermatologen.
Prävention ist alles
Die gute Nachricht ist, dass Melanome in 95% der Fälle heilbar sind, wenn sie frühzeitig chirurgisch entfernt werden. Das bedeutet, Prävention und Früherkennung sind die Schlüssel. Das „Leitlinienprogramm Onkologie“ bietet umfassende Informationen und Empfehlungen zur Prävention von Hautkrebs. Die S3-Leitlinien, die von der Deutschen Krebsgesellschaft herausgegeben werden, sind eine wertvolle Ressource für alle, die sich über Hautkrebs informieren möchten. Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche Informationen vom Bundesamt für Strahlenschutz, das uns über UV-Strahlung und den passenden Schutz aufklärt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der UV-Schutz, den wir ernst nehmen sollten. Das UV-Schutz-Bündnis, eine Kooperation aus verschiedenen Gesellschaften und Behörden, setzt sich aktiv dafür ein, den Schutz vor UV-Strahlung zu verbessern. Die Kampagne „Clever in Sonne und Schatten“ bietet sogar kostenlose Informationsmaterialien für Kinder und Jugendliche an. Wenn wir die jungen Generationen sensibilisieren, können wir möglicherweise die Zahlen in Zukunft senken.
Aufmerksam bleiben
Die Selbstuntersuchung der Haut ist nicht nur wichtig, sondern auch einfach umsetzbar. Ab dem 40. Lebensjahr wird eine fachärztliche Untersuchung empfohlen. Denn zu spät erkannte Melanome können zu Metastasen führen, was die Behandlung erheblich erschwert. Die Fortschritte in der Behandlung sind zwar erfreulich – mehr als 50% der Patient*innen können erfolgreich behandelt werden – aber wir sollten uns nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. Es ist stets besser, auf Nummer sicher zu gehen und Hautveränderungen frühzeitig abklären zu lassen.
Also, liebe Leserinnen und Leser, schützt eure Haut konsequent vor UV-Strahlung. Vermeidet Sonnenbrände und seid achtsam gegenüber Veränderungen auf eurer Haut. Der Sommer lädt uns zum Verweilen in der Sonne ein, aber die Gesundheit unserer Haut sollte immer an erster Stelle stehen. Schließlich ist sie unser größtes Organ – und verdient die beste Pflege!
