Immobilienwende in Wien: UBM verkauft Nahversorgungsportfolio für 35 Millionen Euro
Heute ist der 17.06.2026 und in Hernals gibt es Neuigkeiten, die für alle Immobilieninteressierten in Wien spannend sein dürften. Die UBM Development AG und Kollitsch Invest haben beschlossen, ihr Gewerbeportfolio zu verkaufen. Und das nicht gerade für ein Pappenstiel – rund 35 Millionen Euro sollen an den Investor Peter Schaider fließen. Das Portfolio umfasst einige interessante Nahversorgungsstandorte in Wien, konkret in den Bezirken Penzing, Hernals, Favoriten und Floridsdorf sowie in Schwechat. Ein veritabler Deal, der zeigt, dass in der Wiener Immobilienlandschaft noch viel Bewegung ist.
Der Verkauf wird über die Ekazent Realitätengesellschaft m.b.H. abgewickelt, bei der UBM und die Ferris Wheel Zwei GmbH jeweils zur Hälfte beteiligt sind. Ein großer Teil des Portfolios wurde bereits in den letzten Jahren veräußert, was die Dynamik bei UBM unterstreicht. Neben den Mietrechten werden auch ein Superädifikat in der Sibeliusstraße in Wien-Favoriten sowie ein Baurecht in Schwechat übertragen. Peter Schaider hat bereits angekündigt, die Standorte langfristig weiterzuführen und weiterzuentwickeln. Das klingt nach einer soliden Strategie, die darauf abzielt, die bestehenden Immobilien sinnvoll zu ergänzen.
Strategische Neuausrichtung
Franz Alexander Kollitsch hebt die Bedeutung der Nahversorgungsfunktion dieser Standorte hervor – schließlich leben die Menschen nicht nur von Luft und Liebe, sondern brauchen auch ihre alltäglichen Besorgungen. Der Verkaufserlös aus dieser Transaktion wird von UBM genutzt, um sich strategisch neu auszurichten, insbesondere in Hinblick auf das Thema „Bezahlbares Wohnen“. Dies ist ein klarer Schritt in Reaktion auf die veränderten Erwartungen am Wohnungsmarkt, die sich in den letzten Jahren stark gewandelt haben.
UBM verfolgt dabei eine Zwei-Produkt-Strategie: Zum einen das „Bezahlbare Wohnen“, zum anderen den „Premium“-Bereich, der sich auf Holz-Hybrid-Bauweisen in Metropolen konzentriert. Es ist spannend zu sehen, wie die Firma mit einer Technologieoffenheit und einer geografischen Ausrichtung über die großen Städte hinaus agiert. Das verkaufte Portfolio, das aus mehreren Nahversorgungsstandorten in Wien und Schwechat besteht, ist ein Teil des sogenannten „Pakets 6“, das im November 2016 erworben wurde. Darunter sind Standorte wie das Hotel in der Wientalstraße oder das EKZ Elterleinplatz, um nur einige zu nennen.
Ein Blick in die Zukunft
Franz Panwinkler von UBM betont, dass dieser Verkauf ein Schritt im Rebalancing des Portfolios darstellt. Die Nachfrage nach gut strukturierten Immobilien ist nach wie vor hoch, und das wird sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Man kann gespannt sein, wie sich die Strategie von UBM weiterentwickelt und welche neuen Projekte in der Pipeline sind. Die Aktien der UBM sind im Prime Market der Wiener Börse gelistet, was zusätzliches Interesse von Investoren anziehen könnte. Für Wien und insbesondere für die betroffenen Bezirke könnte das bedeuten, dass sich in naher Zukunft noch mehr tut. Und das ist ganz sicher eine spannende Sache, die die Aufmerksamkeit der Immobilienwelt auf sich zieht.
