Wien, die Stadt der Träume und der unendlichen Möglichkeiten, wird diesen Sommer ein wenig ausgebremst. Wer sich auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlässt, sollte sich warm anziehen oder zumindest einen Plan B parat haben. Die Wiener S-Bahn, die sonst so geschmeidig durch die Stadt saust, macht eine Zwangspause. Die Stammstrecke zwischen Meidling und Floridsdorf wird bis Ende 2027 modernisiert. Das klingt nach einem langen Zeitraum, oder? Aber es gibt noch mehr: Der Abschnitt zwischen Floridsdorf und Praterstern wird von 4. Juli bis 6. September 2026 komplett gesperrt. Wer also in dieser Zeit plant, von A nach B zu kommen, sollte sich besser rechtzeitig umsehen!

Zusätzlich wird die Linie S80 zwischen Hauptbahnhof und Hütteldorf ebenfalls vom 4. Juli bis 6. September ausfallen. Ein Schienenersatzverkehr zwischen Meidling und Hütteldorf wird eingerichtet, aber ob der wirklich eine echte Alternative ist, muss jeder für sich selbst herausfinden. Auch die U-Bahn-Linie U4 wird von 3. Juli bis 3. August nicht durchgehend fahren. Hier ist also Fingerspitzengefühl gefragt, denn sie fährt nur zwischen Heiligenstadt und Schwedenplatz sowie zwischen Hütteldorf und Landstraße.

U-Bahn und Straßenbahn im Sommermodus

Die U3 hat ihren eigenen Zeitplan für den Sommer. Von 13. Juli bis 31. August wird sie nur zwischen Ottakring und Hütteldorfer Straße sowie zwischen Simmering und Westbahnhof unterwegs sein. Auch hier stehen Ersatzbuslinien bereit, unter anderem die Linien E3, 46, 49 und 48A. Aber wie viel Spaß macht es schon, mit dem Bus zu fahren, wenn man die U-Bahn gewohnt ist?

Die U6 hat von 1. Juni bis Mitte September von Montag bis Donnerstag ab 22:00 Uhr eingleisigen Betrieb bei den Stationen Burggasse, Stadthalle und Thaliastraße. Und als ob das nicht genug wäre, haben mehrere Straßenbahnlinien im Sommer mit Sperren und Verzögerungen zu kämpfen. Besonders betroffen sind die Linien 5, 12, 37, 38, 40, 41 und 42, die zwischen 13. Juli und Ende August nicht ganz so zuverlässig sein werden. Ein zusätzlicher Nervfaktor ist die große Baustelle in der Währinger Straße, die auch die Kreuzung zu Spitalgasse und Nußdorfer Straße betrifft.

Ein Blick auf die Baustellen

Aber das ist noch nicht alles! Die Bauarbeiten auf der Simmeringer Hauptstraße, die seit 3. März laufen, haben es ebenfalls in sich. Gleise und Weichen werden erneuert, und das bedeutet für die betroffenen Linien, wie die Linie 11, dass sie in drei Phasen zwischen Geiereckstraße und Kaiserebersdorf, sowie zwischen Enkplatz und Kaiserebersdorf, kein Betrieb haben werden. Das Ganze zieht sich bis Ende Oktober. Und der Ersatzbus 71E? Der fährt zwar von 22:30 bis 01:00 Uhr, aber ob das ausreicht?

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Die Baustellen in der Lerchenfelder Straße und an der Quellenstraße sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Hier werden Gleise erneuert und einige Linien, wie die Linie 6, haben zeitweise keinen Betrieb. Wer die Nerven hat, sich durch diese Baustellen zu kämpfen, der wird mit einer modernen Infrastruktur belohnt – so die Hoffnung der Wiener Linien.

Ein Schritt in die Zukunft

Ja, es ist ein bisschen chaotisch, das öffentliche Verkehrssystem in Wien, vor allem in den Sommermonaten. Aber die Wiener Linien haben ein Modernisierungsprogramm namens „Netz erst recht!“ ins Leben gerufen, das seit März 2026 in vollem Gange ist. 12,5 Kilometer Straßenbahngleise und 33 neue Bim-Weichen werden verbaut. Das Ziel? Spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste!

Die Gleisbauarbeiten sind also ein notwendiges Übel, und während die einen sich darüber ärgern, dass sie ihren gewohnten Weg nicht nehmen können, werden andere vielleicht die Gelegenheit nutzen, um neue Routen zu entdecken. So oder so, die Wiener Linien bitten die Fahrgäste, mehr Zeit für ihre Wege einzuplanen. Und wer weiß, vielleicht wird der Sommer 2026 ja doch noch zu einem unvergesslichen Erlebnis, auch wenn die Gleise mal ein wenig wackelig sind.