Im Jahr 2025 feierte Wien mit rund 400.000 Besuchern ein erfolgreiches Jubiläumsjahr zu Ehren des berühmten Komponisten Johann Strauss (Sohn). Bürgermeister Michael Ludwig und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler präsentierten die beeindruckende Bilanz des Jahres, das mit 404 Aufführungen und 80 Projekten aufwarten konnte. Dieses Jubiläum hat nicht nur die Herzen der Musikliebhaber berührt, sondern auch einen bedeutenden Anstoß für die Forschung zur Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts gegeben.

In diesem Zuge plant die Stadt Wien die Gründung einer Forschungsplattform, die die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Wiens musikalischem Erbe rund um Strauss und die Wiener Unterhaltungsmusik fördern soll. Partnerinstitutionen, darunter die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie die Universität Wien, werden sich an dieser Plattform beteiligen. Die Wienbibliothek im Rathaus, mit dem weltweit größten Strauss-Archiv, wird als Quellenpartnerin eingebunden. Die Plattform wird im Herbst 2026 starten und vier explorative Forschungsstipendien in Höhe von jeweils 20.000 Euro anbieten, um die Forschung in diesem Bereich voranzutreiben.

Ein Meister der Unterhaltungsmusik

Johann Strauss Sohn, der sich gegen seinen dominanten Vater Johann Baptist Strauss durchsetzen musste, entwickelte sich schnell zum Meister der Wiener Unterhaltungsmusik. Bekannt geworden durch seinen berühmten Walzer „An der schönen blauen Donau“, hinterließ er ein beeindruckendes Erbe von über 500 Werken, darunter Walzer, Polkas, Märsche und Operetten. Seine Musik spiegelte den Wiener Lebensstil wider und hatte oft aktuelle Bezüge, was ihn zu einem Pionier in der Orchestrierung und Konzertgestaltung machte.

Obwohl er wenig reisefreudig war, eroberte seine Musik die Welt und machte ihn zu einem wahren „Popstar“ des 19. Jahrhunderts. Seine Konzerte zogen bis zu 100.000 Menschen an, und seine Werke wurden nicht nur in Wien, sondern auch in vielen anderen Ländern gespielt. Obgleich er dreimal verheiratet war und kinderlos blieb, trugen seine Frauen erheblich zum Erfolg der Strauß-Dynastie bei.

Die Wissenschaft im Dienste der Musik

Die geplante Forschungsplattform zielt darauf ab, die künstlerische Expertise und Quellenarbeit zu bündeln. Ab Herbst 2027 soll eine gemeinsame Forschungsgruppe ins Leben gerufen werden, um die Plattform dauerhaft zu verankern und die Forschung weiter voranzutreiben. Dies wird nicht nur die Stärkung Wiens als Standort für Strauss- und Unterhaltungsmusikforschung fördern, sondern auch dazu beitragen, das kulturelle Erbe der Stadt zu bewahren und zu erforschen.

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Während sich die Stadt auf die Zukunft vorbereitet, bleibt Johann Strauss Sohn eine bedeutende Figur in der Musikgeschichte – ein Symbol für die Wiener Kultur und ihren Einfluss auf die Welt. Seine Musik wird weiterhin Generationen von Menschen inspirieren und erfreuen.