Polizei in Not: Bezirke kämpfen um Sicherheit und Gerechtigkeit
Heute ist der 2.07.2026 und wir blicken auf ein drängendes Thema, das die Wiener Bezirke, insbesondere Favoriten, in Atem hält. Die Bezirksvorsteher machen mobil – und das aus gutem Grund. In den letzten Monaten haben sie eindringlich auf den akuten Polizeimangel hingewiesen, der in den letzten Jahren immer deutlicher zutage trat. Walter Strallhofer, der Chef der FSG-Polizeigewerkschaft in Wien, hat bestätigt, dass die Wartezeiten auf die Polizei immer länger werden. Ein Umstand, der nicht nur die Bürger besorgt, sondern auch den Bezirksvorsteher von Favoriten, Marcus Franz (SPÖ), auf den Plan gerufen hat.
Franz hat eine Petition ins Leben gerufen, um auf eine unfaire Polizeiverteilung aufmerksam zu machen. Wusstet ihr, dass in Österreich durchschnittlich 333 Polizisten auf 100.000 Einwohner kommen? In Favoriten, wo 223.190 Menschen leben, sind es hingegen nur 319. Das macht nicht nur einen Unterschied, das ist eine klare Benachteiligung! Franz fordert einen neuen, transparenten Verteilungsschlüssel für das Polizeipersonal, der sich an der Bevölkerungszahl orientiert. Immerhin ist die Sicherheit der Bürger ein Grundrecht und kein Luxus!
Schockierende Zahlen und unzureichende Reaktionen
Der Bezirkschef von Floridsdorf, Georg Papai (SPÖ), steht hinter Franz‘ Initiative. Auch in seinem Bezirk gibt es einen Mangel an Polizeikräften – nur 248 Polizisten für 189.500 Einwohner. Strallhofer hat die Reaktionszeit der Polizei bei Notfällen auf 3,5 bis 4 Minuten beziffert, was ja noch einigermaßen akzeptabel klingt. Doch was passiert, wenn es um niedrigpriorisierte Einsätze geht? Da kann es zu Verzögerungen oder gar Auslassungen kommen! Es ist nicht zu fassen, dass die Inspektionen mehr Aufgaben zugewiesen bekommen, während das Personal nicht aufgestockt wird. Über 30 % der benötigten Polizeibeamten fehlen in Favoriten. Da fragt man sich, wo die Prioritäten der Politik liegen.
Strallhofer hat außerdem gefordert, dass Investitionen in die Polizei mindestens so hoch sein sollten wie die in das U-Bahn-System. Kommt euch das nicht bekannt vor? Immer wieder wird über die Bedeutung der öffentlichen Sicherheit geredet, doch die Taten bleiben aus. Ein Volksbegehren gegen den Personalmangel hat zwar nicht die erforderlichen 100.000 Stimmen erreicht, aber es hat immerhin die Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt. Ein kleiner Lichtblick in einer ansonsten düsteren Situation.
Ein Blick in die Zukunft
Wie geht es weiter? Die Wiener Bezirksvorsteher sind entschlossen, nicht aufzugeben. Sie kämpfen für die Sicherheit der Bürger, und das ist mehr als nur ein Lippenbekenntnis. Die Menschen in Favoriten und anderen betroffenen Bezirken verdienen es, sich sicher zu fühlen. Das ist nicht nur ein politisches Thema, es ist eine Frage des Vertrauens in die öffentliche Ordnung. Die Zeit wird zeigen, ob die Stimmen der Bezirksvorsteher Gehör finden und ob sich in der Polizeistruktur etwas bewegen lässt. Eines ist klar: Es ist an der Zeit, dass die Politik handelt und nicht nur redet. Denn wenn es um die Sicherheit geht, zählt jeder einzelne Polizist!
