In der Donaustadt ging es am Dienstagmittag hoch her. Die Berufsfeuerwehr Wien wurde zu einem Brand gerufen, der nahe der Wagramer Straße ausgebrochen war. Anwohner hatten eine massive, dunkle Rauchsäule bemerkt und sofort den Notruf gewählt. Diese schnelle Reaktion war goldwert, denn schon kurze Zeit später rückten sechs Fahrzeuge und insgesamt 27 Einsatzkräfte aus, um der Flamme Einhalt zu gebieten. Ein Feuerwehrsprecher, Lukas Schauer, erklärte, dass die Brandbekämpfung unter Atemschutz durchgeführt werden musste. Das klingt nach einem ganz schön brenzligen Einsatz!

Der Brand brach in einer Loggia im zweiten Stock aus und breitete sich rasch auf die darüberliegende Wohnung aus. Glücklicherweise befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand in den betroffenen Räumen. Eine Person wurde zwar in die Obhut der Berufsrettung übergeben, doch das Schlimmste konnte abgewendet werden. Um 13:30 Uhr durften die tapferen Feuerwehrmänner und -frauen schließlich wieder abrücken. Die Brandursache bleibt allerdings noch ein Rätsel, und die Ermittlungen sind im Gange.

Ein Blick auf die Zahlen

Wenn man sich die Einsatzstatistik der Wiener Feuerwehr anschaut, wird einem schnell klar, wie wichtig solche Einsätze sind. Im Jahr 2025 beispielsweise führte die Berufsfeuerwehr Wien beeindruckende 43.365 Einsätze durch – das sind etwa 118 Einsätze pro Tag! Umgerechnet bedeutet das, dass alle 8 Minuten ein Feuerwehreinsatz erforderlich war. Und diese Einsätze sind nicht nur auf Brände beschränkt. Die Verteilung zeigt, dass 30 Prozent technische Einsätze, 35 Prozent Brände und 22 Prozent Rettung von Mensch und Tier umfassen. Das ist eine Menge Arbeit für die Feuerwehr und zeigt, wie vielfältig ihre Aufgaben sind.

Die Entwicklung der Einsätze seit 1961 ist ebenfalls beeindruckend. Damals waren es noch rund 7.000 Einsätze pro Jahr, während die Zahlen heutzutage explodiert sind. Ereignisse wie das Erdbeben 1972 oder die Hochwasserkrise 1985 haben die Einsatzkräfte immer wieder gefordert, und die Herausforderungen nehmen nie ab. Auch die Corona-Pandemie hat zu einem Anstieg der Einsätze beigetragen. Man kann nur hoffen, dass die Brandursache in der Donaustadt zügig geklärt wird und solche Einsätze weiterhin so glimpflich ausgehen.