Geothermie: Vom Bürokratie-Dschungel zur klimaneutralen Wärmeversorgung
In den letzten Jahren hat sich in Österreich viel getan, wenn es um die Nutzung von Geothermie geht. Doch trotz der vielversprechenden Ansätze gibt es immer wieder Hindernisse, die die Entwicklung bremsen. So stehen ältere Gesetze wie die Kälteanlagenverordnung (KAV) von 1969 im Weg, die als geschäftsschädigend angesehen werden. Das ist schon fast ironisch, wenn man bedenkt, dass wir dringend auf moderne Lösungen angewiesen sind, um die Energiewende zu schaffen. Und wenn wir uns die rechtlichen Rahmenbedingungen ansehen, wird schnell klar, dass Geothermie-Projekte oft durch komplizierte Vorschriften ausgebremst werden. Eine wahre Herausforderung für alle, die sich für erneuerbare Energien engagieren!
Die Schnittmenge zwischen Tiefengeothermie und Wasserrecht ist ein weiteres Problem. Alte Gesetze wie das Wasserrechtsgesetz sind nicht für die aktuellen Anforderungen der Energiewende konzipiert, was die Genehmigungsverfahren unnötig kompliziert und langwierig macht. Das führt dazu, dass Genehmigungen in schier endlosen Bewilligungsverfahren feststecken. Zudem gibt es zahlreiche rechtliche Grauzonen, die es den Behörden erschweren, klare Entscheidungen zu treffen. Auch die Zuständigkeiten sind auf Bundes- und Landesebene aufgeteilt, was den Prozess zusätzlich verlangsamt. Man könnte fast meinen, dass wir uns in einem Bürokratie-Dschungel befinden!
Der Ruf nach Reformen
Der Fachverband hat nun eindringlich eine Überarbeitung der Gesetze gefordert, um die Prozesse für Geothermie-Projekte zu vereinfachen. Schließlich sind wir in einer Zeit, in der die Nachfrage nach erneuerbaren Energiequellen steigt und wir die Möglichkeiten der Geothermie noch nicht voll ausschöpfen. Ein Lichtblick ist der Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums, der darauf abzielt, genehmigungsrechtliche Hemmnisse abzubauen. Der Entwurf umfasst auch Regelungen zu überragendem öffentlichen Interesse und eine Verkürzung des Rechtswegs – das klingt vielversprechend!
Die geplanten Änderungen im Bergrecht, Wasserrecht und Naturschutzrecht könnten für einen echten Schub sorgen, besonders für die tiefe Geothermie, die ab 400 Metern Bodentiefe angesiedelt ist. Das ist nicht nur wichtig für die aktuellen Projekte, sondern auch für die Zukunft. Schließlich müssen wir die Fristen der novellierten erneuerbaren Energien-Richtlinie (RED-III) umsetzen, damit wir in puncto Klimaziele nicht ins Hintertreffen geraten.
Geothermie als Schlüssel zur Energiewende
Kommen wir zurück zu den Erfolgen: Österreich hat bereits 104 MW thermische Leistung aus Geothermie installiert, was jährlich etwa 350 GWh produziert. Das klingt zwar nicht nach viel, aber die oberflächennahe Geothermie hat ein enormes Potenzial. Über 52 TWh pro Jahr könnten durch geschlossene Systeme und fast 29 TWh durch offene Systeme gewonnen werden. Das sind ganz schön beeindruckende Zahlen, die zeigen, dass hier noch viel Luft nach oben ist!
Auch Veranstaltungen wie der „Tag der Erneuerbaren Energie“ am 26. April 2025 und die „Geothermal Innovation Days“ im Dezember 2025 in Straßburg stehen vor der Tür. Dort wird es um den Austausch von Ideen und neuen Technologien gehen. Und unsere heimischen Projekte, wie das geplante Tiefen-Geothermieprojekt in Niederösterreich mit zwei Anlagen bis 2035, zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Es gibt auch zahlreiche Auszeichnungen, wie den ÖGUT Umweltpreis 2026, die dazu anregen, innovative Ideen im Bereich Umwelt und Energie zu entwickeln. Die Einreichfristen sind bereits gesetzt, und wer weiß – vielleicht wird das nächste große Geothermie-Projekt aus Österreich kommen! Die Zukunft sieht also spannend aus, und vielleicht wird Geothermie bald der Schlüssel zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung in unserem Land. Das wäre doch was!
