Am Dienstagabend, den 15. Juli, wurde die Ruhe am Kaisermühlendamm in Wien-Donaustadt jäh gestört. Ein Aufeinandertreffen zweier Gruppen eskalierte in eine brutale Schlägerei. Zeugen berichteten, dass gegen 22.20 Uhr die Polizei alarmiert wurde. Mindestens vier Personen wurden bei diesem Vorfall verletzt, und die Situation war alles andere als harmlos.

Die Sache nahm ihren Lauf, als drei alkoholisierte Männer im Alter von 25, 26 und 28 Jahren eine Gruppe von Freunden beschimpften und bedrohten. Der 25-jährige Tatverdächtige, offenbar etwas zu tief ins Glas geschaut, schlug einem 19-jährigen Syrer mit einer Glasflasche ins Gesicht. Der Aufprall war heftig, und der junge Mann musste notfallmedizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden. Der Schläger selbst wurde noch vor Ort festgenommen; ein Alkotest ergab 1,52 Promille – das lässt tief blicken.

Nachwirkungen und Ermittlungen

Die anderen beiden mutmaßlichen Angreifer erlitten zwar leichte Verletzungen, doch sie lehnten eine Behandlung ab. Der 25-Jährige wird nun wegen absichtlich schwerer Körperverletzung angezeigt, während gegen den 28-Jährigen wegen gefährlicher Drohung ermittelt wird. Die Polizei erstattete zudem Anzeigen wegen Verdachts des Raufhandels. Ein ganz schön wirres Bild, das sich hier abzeichnet.

Ähnlich turbulent ging es in der Nacht auf Freitag in der Seitenstettengasse in der Inneren Stadt zu. Auch hier wurde die Polizei wegen eines Raufhandels alarmiert. Bei ihrem Eintreffen flüchteten mehrere Beteiligte, doch ein 31-Jähriger konnte festgenommen werden, nachdem er mit einem Messer in der Hand gesehen wurde – kein angenehmer Anblick. Er führte Stichbewegungen aus, ließ aber auf Aufforderung die Waffe fallen. Bei diesem Vorfall erlitten mehrere Personen Verletzungen durch Schläge, einschließlich des 31-Jährigen, der im Gesichtsbereich verletzt wurde. Alle Beteiligten wurden wegen gegenseitiger Körperverletzung angezeigt, der Mann wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in eine Justizanstalt gebracht.

Alkohol und Gewalt – ein gefährliches Duo

Interessanterweise zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes, dass im Jahr 2023 50% der Straftäter, die Widerstand gegen die Staatsgewalt leisteten oder tätliche Angriffe auf Polizeibeamte verübten, alkoholisiert waren. Das lässt aufhorchen. Während die Mehrheit der Menschen, die Alkohol konsumieren, nicht kriminell wird, ist der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Gewalt unbestreitbar. Unter Einfluss steigt das Risiko, dass es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt. Das ist eine Tatsache, die man nicht ignorieren kann.

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Wer in solchen Situationen Hilfe benötigt oder selbst betroffen ist, sollte wissen, dass es Hilfsangebote gibt – etwa das Kinder- und Jugendtelefon (116 111) oder das Opfer-Telefon des Weißen Rings (116 006), die anonym und kostenfrei Unterstützung bieten. In einer Stadt wie Wien, wo das Leben pulsiert, ist es wichtig, nicht nur die schönen Seiten zu sehen, sondern auch die dunkleren Aspekte im Auge zu behalten.